Stimmen aus der Politik – Interview mit Stephan Naundorf

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Stimmen aus der Politik – Interview mit Stephan Naundorf

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Stephan Naundorf / Foto: privat

Wenn zwei in unterschiedliche Richtungen schauen, dann sehen sie sich nicht, obwohl sie vielleicht ganz dicht beieinander stehen; Rücken an Rücken zum Beispiel. Ich denke manchmal, dass das auch bei Jugendlichen und Politik so ist. Das ist sehr schade, denn Jugend und Politik haben viel miteinander zu tun: Politik will die richtigen Entscheidungen treffen, richtige Gesetze machen, richtig auch für Jugendliche. Und Jugendliche? Die wollen Politik und Gesetze, die für ihr Leben richtig sind.

Wir laden Euch deshalb ein: in drei BarCamps in Deutschland wollen wir Eure Ideen und Vorschläge zum Thema „inklusives Wachstum“ kennen lernen und verstehen. Bei einem internationalen Jugendforum in Helsinki könnt Ihr Euch dann mit Jugendlichen und Politiker_innen aus vielen anderen Ländern austauschen. Die Kosten trägt die Bundesregierung.

„Inklusives Wachstum“ klingt sperrig, ist aber gar nicht kompliziert: Damit es einem Land gut geht, muss seine Wirtschaft wachsen; zum Beispiel, damit neue Arbeitsplätze entstehen. Denn Arbeitsplätze können aus der Mode kommen. Tonbänder gibt es heute zum Beispiel fast gar nicht mehr, CD’s gelten als altmodisch, Musik kommt aus dem Internet.

Manchmal haben aber nur Wenige einen Vorteil von Wachstum. Deswegen finden viele Regierungen, Wachstum sollte „inklusiv“ sein: Junge und Alte, Frauen und Männer, Migrant_innen und Alteingesessene, einfach alle sollen etwas vom Wachstum haben. Und Jugendliche haben gute Ideen, wie Wachstum „inklusiv“ sein kann.

Wenn Ihr zwischen 12 und 27 Jahren alt seid, macht mit in einem der BarCamps und bewerbt Euch für Helsinki. Wir im Bundeskanzleramt und die Regierungen, die in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zusammenarbeiten, möchten gerne verstehen, was Ihr über „inklusives Wachstum“ denkt.

*Stephan Naundorf arbeitet seit 2006 im Bundeskanzleramt in der „Geschäftsstelle Bürokratieabbau“. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen trägt er dazu bei, dass Gesetze in Deutschland besser werden. Sie sollen vor allem einfacher, besser zu verstehen und wirksamer sein.

*In unserer Reihe “Stimmen aus der Politik an euch” schreiben Akteur_innen aus der AG “Jugend gestaltet Zukunft” sowie aus dem Kontext der Demografiestrategie der Bundesregierung und erzählen, warum sie Beteiligung für wichtig halten, wo diese möglich ist und wie das ihrer Meinung nach aussehen kann. Diese Meinungen sind keine Meinungen des Projekts Ichmache>Politik|Demografie.