Mitwirkung an dem Jugend-Bericht der OECD möglich!

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Mitwirkung an dem Jugend-Bericht der OECD möglich!

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Auf Initiative des Bundeskanzleramtes brachten im Oktober 2015 sechs junge Menschen mit Ichmache>Politik|Demografie #jungeThemen aus Deutschland in den Jugend-Dialog der OECD-Ministerkonferenz in Helsinki ein. Die Ministerkonferenz widmete sich dem Thema „Inklusives Wachstum“. Der Auftrag der Jugendvertreter_innen bestand darin, #jungeThemen den Vertreter_innen der OECD-Länder vorzustellen und mit ihnen über Demokratie und Marktwirtschaft zu diskutieren. Die Forderungen und Themen, die unsere „Politik Macher_innen“ nach Helsinki mitgebracht haben, wurden bundesweit sowie auf drei BarCamps in 2015 gesammelt.

Mehr zum Jugenddialog der OECD Bericht von Helsinki

Als Ergebnis des 2015 angefangenen Prozesses wurde vor kurzem eine Bestandsaufnahme der OECD zu Jugend veröffentlicht, die einige Forderungen und Themen junger Menschen widerspiegelt. Bis zum 12. August 2018 gibt es die Möglichkeit, eine Rückmeldung zum Bericht abzugeben.

Das Feedback wird von dem OECD-Sekretariat in den Bericht eingearbeitet, sodass eine überarbeitete Fassung am 12.-14. November in Paris von den Vertreter_innen der 35 Mitgliedstatten in dem Public Governance Committee* diskutiert werden kann.

*Steuerungsgremium für den Bereich der Verwaltungsmodernisierung. Deutschland wird im PGC durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat vertreten.

Bestandaufnahme der OECD Weitere Infos (auf Englisch)

Die Bestandsaufnahme zu öffentlichen Regelungen und Maßnahmen für wirksame und inklusive Jugendbeteiligung in den 35 Mitgliedsländern wurde von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht. Im Entwurf des Berichts werden die Regierungsstrategien und rechtliche sowie institutionelle Rahmenbedingungen für Beteiligung und Empowerment junger Menschen analysiert. Das Papier greift auf vorliegende Nachweise und Erkenntnisse für offenes Regierungshandeln, Geschlechtergleichstellung, Innovation im öffentlichen Sektor, öffentliche Budgetplanung und andere Bereiche zu.

Zu den wichtigen Befunden und identifizierten Beweislücken gehören:

  1. Jugendpolitik: Weniger als die Hälfte der OECD-Länder haben eine nationale oder föderale Jugendstrategie in Kraft gesetzt.
  2. Institutionen und Koordination: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um die Jugend betreffenden Angelegenheiten zu steuern und zu koordinieren. Weiterhin fehlen eindeutige Daten, die für Jugend und Jugendarbeit zugewiesene Ressourcen und Haushalte überblicken lassen.
  3. Mainstreaming Werkzeuge: Nur wenige Länder setzen Werkzeuge des “Jugend-Mainstreamings” ein, um das Interesse und die Belange junger Menschen bei der Gesetzgebung und Budgetplanung zu berücksichtigen. Von einigen Ländern wird der Jugend-Check als Mainstreaming-Tool eingesetzt.
  4. Engagement und  Repräsentation junger Menschen: Junge Menschen sind in den staatlichen Institutionen unterrepräsentiert. Sie engagieren sich seltener über die formellen und althergebrachten Wege und Formate.
  5. Gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingungen sowie Regelungen zum Mindestalter:  Es liegt keine auf Jugend konzentrierte rechtsverbindliche Grundlage auf internationalen Ebene vor. In einigen Ländern wurden Jugendgesetze entwickelt. Die Regelung zum Mindestalter begrenzt in manchen Fällen den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und die Selbstbestimmung junger Menschen.

Die öffentlichen Konsultationen richten sich an junge Menschen, Praktiker_innen, Verbände und Organisationen aus dem Bereich Jugendarbeit sowie andere Akteure und Personen, die daran Interesse haben.

Eine Rückmeldung auf Englisch oder Französisch kann über ein Formular auf der OECD-Website oder als E-Mail an govyouth@oecd.org abgegeben werden.
Hinweis: Die Frist wurde verlängert und läuft am 12. August 2018 ab.