Abstimmungsergebnisse

4. Was muss sich ändern, damit mehr junge Menschen von außerschulischer Bildung und den dabei erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten stärker profitieren?


1.

Macher_innen der außerschulischen Jugendbildung sollten neuen Ideen gegenüber offen sein.


2.

Wir brauchen mehr positive Öffentlichkeitsarbeit über Menschen, die sich engagieren. Die Gesellschaft muss lernen, dass außerschulische und außerberufliche Aktivitäten einen bedeutenden Teil des Zusammenlebens darstellen. Erst wenn man sich erklären muss, warum man selber nichts tut, ist die Grundhaltung auf dem richtigen Weg.


3.

Es sollten nicht immer neue Projekte gefördert werden ("Projekttitis"), die alle unter unterschiedlichen Namen ähnliche Ziele verfolgen. Stattdessen sollten Prozesse und die dafür notwendigen Strukturen unterstützt werden, die Verlässlichkeit für junge Menschen schaffen.


4.

Der Fokus sollte auf persönliche Interessen und Stärken gelegt werden. Menschen dürfen nicht als wirtschaftliches Kapital betrachtet werden.


5.

Wir brauchen eine bessere und langfristige Förderung für Einrichtungen und Verbände der Bildungs- und Jugendarbeit, damit diese ihren Bildungsauftrag unter guten Bedingungen und mit qualifiziertem Personal und attraktiven Angeboten erfüllen können.


6.

Das durch G8 geänderte Schulpensum sollte besser strukturiert werden, um den Schüler_innen einen freien Nachmittag zu ermöglichen


7.

Ehrenamt muss weiterhin möglich sein und darf nicht durch strukturelle Veränderungen (Ganztagsschule, Verschulung des Hochschulstudiums, ...) verhindert oder erschwert werden.


8.

Auszubildende sollten bei der Beantragung von "Sonderurlaub" für außerschulische (Bildungs-)Aktivitäten gestärkt werden. (Eine Namensänderung wäre bereits förderlich!)


9.

Politisch Verantwortliche müssen endlich begreifen, dass Jugendhilfe wirtschaftlich sinnvoll ist!


10.

Jungen Menschen muss die Teilnahme an außerschulischen (Bildungs-)Angeboten erleichtert werden, z.B. durch geringere Beiträge für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, Angebote an Schulen oder eine Befreiung vom Unterricht.


11.

Die Beteiligung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen muss auf allen Ebenen der Gesellschaft sichergestellt werden.


12.

Arbeitgeber_innen müssen die außerschulischen Leistungen genauso anerkennen wie ein Zeugnis aus der Schule. Sie sollten das Engagement von (jungen) Bewerber_innen und Mitarbeiter_innen nicht nur "nebenbei" wertschätzen, sondern es positiv in ihre Bewertungen einfließen lassen.


13.

Wir müssen uns von der ursprünglichen Idee der Institutionalisierung der "Bildung" durch die klassische Schule lösen.


14.

In der außerschulischen Jugendbildung sollten qualifizierte Referenten_innen eingesetzt werden. Dies können auch Personen sein, die sich durch persönliche Erfahrungen qualifizert haben und nicht notwendigerweise entsprechende Abschluss/Titel vorweisen können.


15.

Die Bildungseinrichtungen sollten mehr Öffentlichkeitsarbeit leisten und Aktionen mit großer Außenwirkung starten, um auf die Bedeutung der außerschulischen Bildung aufmerksam zu machen und Klischees und Vorurteile in der Bevölkerung abzubauen.


16.

Außerschulisches Engagement sollte im Sozialversicherungsystem (z.B. bei der Rentenversicherung) angerechnet werden.


17.

Jugendleiter_innen und andere Personen, die in der außerschulischen Bildung tätig sind, sollten bezahlten Urlaub für non-formale Ausbildungen (Erwerbsersatz) erhalten.


18.

Bildungsangebote sollten für alle zugänglich und erreichbar sein.


19.

Aus- und Weiterbildungen für Jugendleiter_innen sollten besser gefördert werden, damit Träger_innen interessante und attraktive Angebote machen können.


20.

Für Personen, die in der außerschulischen Jugendbildung aktiv sind, sollte es Vergünstigungen in Bussen und Bahnen und bei staatlichen/städtischen Einrichtungen (Hallenbad, Museum etc.) geben.


21.

In der Schule sollte stärker auf ehrenamtliches Engagement und außerschulische Bildungsangebote aufmerksam gemacht werden.


22.

Politisch Verantwortliche, die Gesellschaft, (Hoch-)Schulen, Ausbildungsbetriebe, der Arbeitsmarkt, die Anbieter/-innen der außerschulischen Bildung etc. sollten offen für außerschulisch erworbene Fähigkeiten sein, sich ggf. selbst darüber informieren und eventuelle Vorurteile überprüfen.


23.

Es sind verbesserte Fortbildungssysteme für Ehrenamtliche und Bildungsbeauftragte in der außerschulischen Jugendbildung nötig. Dabei sollte ein Ziel sein, dass diese in die Lage versetzt werden, den Mehrwert und die Potenziale der außerschulischen Jugendbildung besser zu erläutern und zu erklären.


24.

Traut jungen Menschen mehr zu und fordert sie!


25.

Die Hochschulen sollten eine verbindliche prüfungs- und praktikumsfreie Zeit im Zeitraum der Schulsommerferien sicherstellen, damit Studierende, die als Jugendleiter_innen o.ä. tätig sind, ihr Engagement planen können.


26.

Die politisch Verantwortlichen sollten selbst mit gutem Beispiel vorangehen.


27.

Kinder und Jugendliche sollten öfter nach ihrer Meinung gefragt werden. Hierzu sollten z.B. mehr Kinder- und Jugendparlamente und Kinderbeauftragte eingerichtet werden.


28.

Junge Menschen brauchen Freiräume in der Schule, im Studium, bei der Arbeit etc., um mehr Zeit für ehrenamtliches Engagement zu haben. Gesellschaft, Politik und Bildungssystem müssen ihnen diese Freiräume auch lassen.


29.

Ehrenamtliches Engagement sollte durch zusätzlichen Bildungsurlaub (z.B. 2 Tage pro Jahr) unterstützt werden.


30.

Weniger Bürokratie und damit mehr Praxis für Jugendleiter_innen und Betreuer_innen!


31.

Ehrenamt kann man nicht fordern, man muss es fördern!


32.

Kinderrechte ins Grundgesetz!


33.

In den Städten und Gemeinden sollte es "Beauftragte für außerschulische Bildung" geben.


34.

Die finanziellen Mittel müssen erhöht werden und der Mensch wieder in den Vordergrund gestellt werden.


35.

Jugendleiter_innen sollten z.B. von der Schule, der Hochschule oder dem/der Arbeitgeber_in für Aktivitäten im Bereich der außerschulischen Bildung freigestellt werden.


36.

Wenn es die Leistungen (und die Eltern) erlauben, sollten Kinder und Jugendliche für ehrenamtliche Aktivitäten freigestellt werden.


37.

Unternehmen und Einrichtungen sollten mehr Vergünstigungen für Inhaber_innen der Jugendleiter/In-Card (Juleica) zur Verfügung stellen, um deren Engagement und damit auch die außerschulische Bildung stärker anzuerkennen.


38.

Das außerschulisches Engagement von Schüler_innen sollte in Zeugnissen bzw. auf entsprechenden Beiblättern dokumentiert werden.


39.

Politisch Verantwortliche, die Gesellschaft, (Hoch-)Schulen, Ausbildungsbetriebe, der Arbeitsmarkt, die Anbieter/-innen der außerschulischen Bildung etc. sollten mehr auf die außerschulische Bildung eingehen und noch mehr junge Menschen dazu bewegen, solche Angebote anzunehmen.


40.

Es sollte ein "Schutzgesetz" für Ehrenamtliche bzw. ein Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts eingeführt werden, das u.a. Regelungen für Freistellungen/Sonderurlaub enthält.


41.

Für die Ausbildung von ehrenamtlichen Bildungs- und Übungsleiter_innen sollten die Kosten voll übernommen werden.


42.

Es muss einem im späteren Leben anerkannt werden, was man in seiner Jugend macht, sonst macht man es nicht.


43.

Unterstützende Dokumente wie z.B. die Jugendleiter/In-Card (Juleica) müssen "offizieller" beworben werden. Dies könnte u.a. durch regelmäßig wiederkehrende Schreiben z.B. der Jugendringe an Arbeitgeberverbände, Handelskammern etc. geschehen, in denen auf die außerschulisch erworbenen Kompetenzen hingewiesen wird.


44.

Schulische und außerschulische Bildung sollten stärker miteinander verzahnt werden


45.

Jugendliche sollten andere Jugendliche über die Vorteile und Potenziale von außerschulischer Bildung informieren.


46.

Komplizierte Systeme wie "Bildungsgutscheine", die weder bei den Bedürftigen noch bei den Träger_innen ankommen, sollten abgeschafft werden.


47.

Außerschulisches Engagement muss besser beim Studium angerechnet werden (z.B. Berücksichtigung bei der Bewerbung um einen Studienplatz, Anrechnung bei der Wartezeit, Anrechnung von Credit Points, Verlängerung der Bezugsdauer des BAföGs, Anrechnung bei Pflichtpraktika).


48.

Die außerschulische Bildung braucht ECHTE Anerkennung. Alle Bereiche der Gesellschaft müssen sie anerkennen, insbesondere aber "offizielle" Stellen. Es müssen entsprechende Freiräume ermöglicht und passende Rahmenbedingungen geschaffen und garantiert werden.


49.

Die außerschulische Bildung braucht echte Anerkennung. Das heißt, es müssen Freiräume ermöglicht und passende Rahmenbedingungen geschaffen und garantiert werden.


50.

Personen, die (ehrenamtlich) in der außerschulischen Jugendbildung tätig sind, sollten steuerliche Vorteile erhalten (z.B. Freibeträge, Pauschalen für Sonderaufwendungen, Absetzbarkeit von Ausbildungen).


51.

Die außerschulische Bildung sollte in der Ausbildung von Pädagogen_innen eine größere Rolle spielen. Unter anderem sollten Pädagogen_innen die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen kennen, wie z.B. die UN-Kinderrechtskonvention.


52.

Ehrenamtliches Engagement und die dadurch erlangten Kenntnisse und Fähigkeiten sollten bei der Vergabe von Noten positiv berücksichtigt werden (z.B. durch Aufwertung des Notendurchschnitts, Einführung von Social Credits Points).


53.

Es müssen Räume geschaffen werden, damit das Bild von "Schule" und insbesondere Bildung ganz neu gedacht werden kann und auch gedacht werden darf.


54.

Nationale Bildungsberichte müssen künftig alle Bereiche und Formen von Bildung einbeziehen, nicht nur den formalen Bildungsbereich.


55.

Angebote der außerschulischen Jugendbildung sollten für alle jungen Menschen kostenfrei sein.


56.

jugendhilfe ist der sekundäre bildungssektor und sollte endlich eine funktionierende lobby haben.


57.

Der Begriff "Entbürokratisierung" darf nicht nur eine Worthülse von Gesellschaft, Politik und Fördermittelgeber_innen sein. Es ist klar, dass es Nachweise braucht, jedoch ist der Zuwachs an rechtlichen Grundlagen/Haftungsangelegenheiten für ehrenamtlich Engagierte bald nicht mehr tragbar und schreckt ab!


58.

Bei den demokratischen Systemen sollte im Hinblick auf die demografische Entwicklung überprüft werden, inwieweit Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte von jungen Menschen nachhaltig gesichert sind.


59.

Ehrenamtlich Engagierte sollten finanzielle Vorteile erhalten, aber keine Bezahlung (z.B. erhöhte Steuerfreibeträge, Boni beim Numerus Clausus für den Studienzugang, Stipendien).


60.

Politik und Verwaltung sollten die außerschulische Jugendbildung unterstützen, indem sie Plätze, Häuser und Räume für entsprechende Aktivitäten zugänglich machen.


61.

Vertreter_innen von Jugendverbänden sollten enger in politischen Entscheidungen auf Kommunal- und Landesebene eingebunden werden.


62.

Es sollte ein "Tag der Jugend" durchgeführt werden, an dem Demonstrationen und Aktionen von Jugendlichen und Kindern aller Bundesländer und Organisationen unter dem Motto "Ohne uns läuft nichts" durchgeführt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen.


63.

Jeder junge Mensch sollte die Möglichkeit bzw. das Recht haben, mindestens einmal während der Schul- und Ausbildungszeit eine grenzüberschreitende Mobilitätserfahrung zu machen (keine Klassenfahrt/Urlaubsreise), um außerschulische Fähigkeiten und Kenntnisse auf europäischer Ebene zu erweitern und zu reflektieren.


64.

Jungen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sollte die Hochschulwahl erleichtert werden, damit eventuell gut funktionierende Strukturen nicht durch einen durchs Studium diktierten Umzug behindert werden.


65.

Es sollte eine Werbeoffensive für bürgerschaftliches Engagement von Jugendlichen in Radio, Fernsehen und Zeitung sowie in den sozialen Netzwerken initiiert werden.


66.

Es sind mehr wissenschaftliche Studien notwendig, die den Bedarf im Bereich der Kompetenz- und Wertevermittlung ermitteln sowie die Möglichkeiten der außerschulischen Jugendbildung aufzeigen und schulischen Möglichkeiten gegenüberstellen.


67.

Die Grenzen zwischen schulischer und außerschulischer Bildung dürfen nicht vermischt werden.


68.

Junge Menschen sollten über Versicherungen im Ehrenamt aktiv aufgeklärt werden.


69.

Außerschulischen Aktivitäten sollten als Freifach in der Schule anerkannt werden.


70.

Die "klassische" Schule und der "klassische" Lehrkörper sollten flexibilisiert werden.


71.

Die außerschulische und die schulische Jugendbildung müssen gleichgestellt werden.


72.

Einen Tag der Jugend " Wir sind das Volk" z.B. Demonstration von Jugendlichen und Kindern aller Bundesländer und Organisationen Mit dem Thema " Ohne uns läuft nichts" Eine Menschenkette von Kindern und Jugendlichen aus gesamt Deutschland in Form eines Sterns um so Aufmerksamkeit zu erregen an einem ga


73.

Wir brauchen mehr Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement. Junge ehrenamtlich engagierte Menschen sollten dabei gesondert ausgezeichnet und gewürdigt werden.


74.

Die Kenntnisse und Fähigkeiten, die Jugendliche in der außerschulischen Bildung erwerben, sollten später stärker von ihnen eingesetzt und gefordert und nicht nur einfach hingenommen werden.


75.

Die Löhne sollten angehoben und ein höhere Kinderfreibetrag beschlossen werden. Darüber hinaus sollte die Umsatzsteuer angehoben werden und eine Neuorientierung in der Familien- und Umweltpolitik erfolgen.


76.

Arbeitgeber_innen sollten die Leute, die sich in Vereinen und Verbänden engagieren und entsprechende Kenntnisse erlernt haben, bei der Auswahl bevorzugen.


77.

Auf örtlicher Ebene sollten Jugendräte/-kommissionen eingerichtet werden, in denen Vertreter_innen von unterschiedlichsten Träger_innen der Bildungsarbeit gemeinsame Strukturen entwickeln.


78.

Wir brauchen international anerkannte Zertifizierungen und Standards für die außerschulische Bildung.


79.

Die Bemessungsgrundlage für Investitionen in die außerschulische Jugendbildung sollte sich an den Teilnehmendenstunden orientieren.