Abstimmungsergebnisse

07 Freiwilliges Engagement und Jugendorganisationen


1.

Jugendliche aus Jugendverbänden (z.B. Feuerwehr-, Naturschutzjugend, Pfadfinder) lernen viel über Demokratie oder das Zusammenleben mit anderen. Jugendverbände sind daher wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und brauchen deshalb besseren Zugang zu europäischen Fördermitteln.


2.

Junge Menschen sehen viele Möglichkeiten sich aktiv zu engagieren. Allerdings haben die Entwicklungen in der Schul- und Hochschulpolitik dazu geführt, dass viele Jugendliche heute deutlich weniger Zeit für ehrenamtliches Engagement haben als vorher. Daran muss die Politik etwas ändern.


3.

Junge Menschen brauchen zuverlässige erwachsene Ansprechpersonen, die sie in ihrem Engagement unterstützen. Diese können helfen, Türen zu öffnen (zum Beispiel Gelder beschaffen und Kontakte knüpfen) und so Dinge zu ermöglichen.


4.

Das Engagement junger Menschen in Europa und die Fähigkeiten, die sie dabei erlernen, sollten mehr wertgeschätzt werden. Dies kann zum Beispiel durch Vergünstigungen, bezahlten Urlaub für Ausbildungen von Jugendleiter_innen oder eine Anrechnung bei der Studienförderung (Bafög) erreicht werden


5.

Die Schulen sollten es stärker unterstützen, dass ihre Schüler_innen ehrenamtlich aktiv sein möchten. Deshalb sollten sie das freiwillige Engagement direkt in den Schulalltag einbinden.


6.

Jugendliche finden es besser, bei Organisationen wie Greenpeace oder "Brot für die Welt" aktiv zu werden als in Parteien oder Gewerkschaften. Das liegt auch daran, dass viele junge Menschen nur ein geringes Vertrauen in die Politik haben und andere Organisationen einen besseren Ruf genießen.


7.

Junge Menschen, die sich freiwillig engagieren, sollten dafür Stunden auf ihrem "Lebensarbeitszeitkonto" gut geschrieben bekommen. Dies bedeutet, dass sie eventuell früher in Rente gehen können.


8.

Jugendliche, die sich ehrenamtlich engagieren, brauchen noch mehr Möglichkeiten, sich mit Gleichgesinnten aus anderen Ländern auszutauschen. Dieser Austausch und die internationale Zusammenarbeit sind wichtig und sollten deshalb weiter vorangebracht und gefördert werden.


9.

Ehrenamtliches Engagement sollte in unserer Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit erhalten. Dies könnte zum Beispiel durch Informationsmaterial, einen Ehrenamtsausweis, eine Werbekampagne oder durch die Gründung eines Dachverbands für Ehrenamtliche erreicht werden.


10.

Menschen, die sich ehrenamtlichen engagieren, sollten eine einheitliche und unbürokratische Förderung erhalten. Dafür soll ein „Ehrenamtstopf“ eingerichtet werden.


11.

Alle in Deutschland lebenden Menschen sollten nach ihrem Schulabschluss einen einjährigen sozialen Pflichtdienst machen müssen, der bezahlt wird. Dadurch wird ehrenamtliches Engagement besser anerkannt. Außerdem sorgt der Dienst dafür, dass es mehr Hilfskräfte in den sozialen Bereichen gibt.