Abstimmungsergebnisse

05 Zusammenleben in Vielfalt


1.

Wir brauchen in der Europäischen Union eine gemeinsame Außen-, Asyl- und Flüchtlingspolitik. Die EU-Länder sollten solidarisch miteinander umgehen und nach seinen Möglichkeiten Verantwortung übernehmen. Die südlichen EU-Länder dürfen nicht weiter den Großteil der Belastung durch Geflüchtete tragen.


2.

In Europa haben rechte Einstellungen sowie der Hass auf und die Ausgrenzung von bestimmten Gruppen zugenommen. Das äußert sich zum Beispiel an Beschimpfungen im Internet oder Gewalttaten. Junge Menschen sollten sich entschieden dagegen stellen und sich für ein offenes und geeintes Europa einsetzen.


3.

In allen EU-Ländern sollten im Asylverfahren spezielle Richtlinien für junge Menschen gelten, da sie besonders schutzbedürftig sind. Zudem sollten Fluchtgründe von Kindern besonders anerkannt werden (zum Beispiel Zwangsverheiratung, Zwangsrekrutierung als Kindersoldaten oder Kinderprostitution).


4.

Die Europäische Union sollte legale Einwanderungsmöglichkeiten für flüchtende Menschen schaffen. Gleichzeitig sollte sie die Fluchtursachen in den Heimatländern der Flüchtenden stärker bekämpfen (zum Beispiel faire Handelsabkommen, Unterstützung in Krisenzeiten, gute Entwicklungszusammenarbeit).


5.

Junge Menschen müssen lernen, gegenüber anderen Kulturen, Religionen oder Lebensumständen offen zu sein und Verständnis zu haben. Deshalb sollte das Zusammenleben von Menschen, die eine unterschiedliche Herkunft oder körperliche und geistige Voraussetzungen haben, stärker gefördert werden.


6.

Menschen haben vielfältige Lebensformen, sexuelle Orientierungen oder Selbstwahrnehmungen in Bezug auf ihr Geschlecht. Junge Menschen müssen lernen, für diese Vielfalt offen zu sein und Verständnis zu haben. Deshalb sollten sie in der Schule besser darüber aufgeklärt werden.


7.

Junge Menschen, die neu in ein EU-Land eingewandert sind, brauchen sichere Aufenthalts- und Lebensbedingungen. Dazu zählen unter anderem Schutz und Unterstützung, Zugang zu Informationen, Bildung und Arbeit, Beteiligungsmöglichkeiten, Freizeitangebote oder die Anerkennung der Bildungsabschlüssen.


8.

Junge Menschen müssen mehr über die Lebenssituation geflüchteter Jugendlicher erfahren. Dies kann dazu beitragen, Unverständnis und feindliche Übergriffe zu vermeiden. Deshalb sollte es mehr Bildungs- und Begegnungsangebote zum Thema "Geflüchtete Jugendliche" geben.


9.

Die Zuwanderung von Menschen bereichert die kulturelle Vielfalt im Land. Aber es ist wichtig, dass junge Menschen ihre kulturelle Identität entdecken und entfalten können. Zudem sollte der Austausch von jungen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen stärker gefördert werden.


10.

Nicht alle Menschen fühlen sich eindeutig als Mann oder als Frau. Vor allem Medien, also das Fernsehen, Zeitungen oder Nachrichtenseiten im Internet, sollten das stärker beachten. Sie sollten nicht einseitig darüber berichten und ohne Vorurteile über Minderheiten sprechen.


11.

Schulen müssen für geflüchtete Jugendliche zugänglicher sein. Geflüchtete Jugendliche müssen besser in den Schulalltag einbezogen werden. Außerdem sollten die unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnisse (Leistungsniveaus) stärker berücksichtigt werden.


12.

Junge Menschen engagieren sich für Geflüchtete und lehnen die Abschottungspolitik der Europäischen Union entschieden ab. Europa muss ihrer Meinung nach weiterhin für offene Grenzen stehen. Zwischen EU-Ländern dürfen keine erneuten Grenzkontrollen eingeführt werden.


13.

Junge Menschen sollten sich nicht mit 21 Jahren für eine Staatsbürgerschaft entscheiden müssen. Daher ist es wichtig, dass die doppelte Staatsbürgerschaft bestehen bleibt. Die EU sollte Verhandlungen mit anderen Ländern führen, damit doppelte Staatsbürgerschaften auch dort möglich sind.