Abstimmungsergebnisse

03 Jugend in der digitalen Welt


1.

Alle jungen Menschen sollten einen Zugang zu schnellem Internet haben, egal ob sie auf dem Land oder in der Stadt leben. Außerdem sollte es überall offenes WLAN geben.


2.

Der Schutz der Privatsphäre und der persönlichen Daten im Internet muss ausgeweitet werden. Wir brauchen mehr Klarheit und Kontrolle darüber, wie Daten gespeichert und verarbeitet werden. Jede_r sollte sich schneller und unbürokratischer informieren können, welche Daten über ihr_sie gespeichert sind

Beitrag im Zusammenhang ansehen

3.

Online-Inhalte, die beleidigen oder Hass schüren, müssen konsequent gelöscht werden. Diejenigen, die sie geschrieben haben, sollten bestraft werden.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

4.

Das Internet macht nicht an Ländergrenzen halt. Das macht den Schutz der persönlichen Daten im Netz zu einem weltweiten Problem. Deshalb sollte der Schutz der persönlichen Daten zum Menschen- oder Bürgerrecht werden, das für alle Länder der Welt gilt.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

5.

Alle Menschen sollten Zugang zu verschlüsselter Kommunikation haben, damit niemand Fremdes mitlesen oder mithören kann. Dafür müssen Verschlüsselungstechnologien gefördert und stärker verbreitet werden.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

6.

Junge Menschen sollten früh lernen, verantwortungsvoll mit dem Internet umzugehen, und seine Chancen und Gefahren kennen. Das Thema soll fester Bestandteil des Unterrichts sein (auch in Grundschulen) und durch die Familie, außerschulische Projekte, Werbung und gute Informationen unterstützt werden.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

7.

"Social Bots", also "Softwareroboter", die in sozialen Medien vorkommen, sollten als solche gekennzeichnet oder komplett verboten werden.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

8.

Viele Anbieter von Webseiten befinden sich im Ausland. Dies macht es schwer, Verstöße strafrechtlich zu verfolgen. Deshalb sollte auf europäischer Ebene die Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung von Webseiten verstärkt werden, die auf Falschmeldungen spezialisiert sind.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

9.

Mobbing im Netz ist für viele junge Menschen ein großes Problem. Sie müssen deshalb dabei unterstützt werden, mit Online-Inhalten, die beleidigend sind oder Hass schüren, umzugehen. Dabei können zum Beispiel konkretere Regelungen zur Handynutzung in der Schule hilfreich seine.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

10.

Politiker_innen, die in der Europäischen Union für digitale Themen verantwortlich sind, sollten nach ihren Fachkenntnissen ausgewählt werden und nicht wegen politischer Überlegungen. Zudem sollte die Politik bei Entscheidungen zu digitalen Fragen unabhängige Fachleute einbeziehen.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

11.

Der Umgang mit dem Internet sollte ein fester Teil der Ausbildung von Lehrer_innen sein. Dabei sollten sie lernen, wie man Schüler_innen den Umgang mit dem Internet gut vermitteln kann.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

12.

Vereine und Institutionen, die sich mit der Sicherheit im Internet beschäftigen, sollten stärker unterstützt werden. Außerdem sollte die Politik überlegen, in der Sicherheitsforschung neue Wege zu gehen und die Arbeit von Hackern beim Feststellen von Sicherheitslücken mehr anzuerkennen.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

13.

Wir brauchen europaweit einheitliche Richtlinien für den Datenschutz und die Datennutzung. Diese müssen zudem beharrlich umgesetzt werden, damit sich Unternehmen nicht darüber hinwegsetzen können - auch nicht aus Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

14.

Firmen müssen verpflichtet werden, Sicherheitslücken auf ihren Websites und in ihren Apps sofort zu beheben. Außerdem sollten sie die Sicherheit ihrer Angebote regelmäßig von Expert_innen (zum Beispiel von einem Hacker) überprüfen lassen müssen.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

15.

In jedem sozialen Netzwerk sollte es möglich sein, Falschinformationen direkt melden zu können. Geteilte Artikel sollten zudem auf falsche Inhalte hin überprüft werden.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

16.

Die Bundesbeauftragten für den Datenschutz sollten unabhängiger von den Regierungen sein, damit sie die aktuellen Diskussionen über das Thema kritischer begleiten könnten. Außerdem sollten alle Datenschutzbeauftragten geprüft werden, ob sie die notwendigen Fachkenntnisse für die Aufgabe haben.


17.

Es gibt im Internet viele Beteiligungs- und Vernetzungsangebote. Sie sind aber zu wenig bekannt und müssen stärker beworben werden. Online-Projekte sollten dafür auf eine Unterstützungsstruktur zurückgreifen können, die ihnen hilft, für sich Werbung zu machen und gezielt Nutzer_innen anzusprechen.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

18.

Junge Menschen müssen verstehen, was mit ihren Daten passiert, wenn sie einen Internetdienst nutzen. Dafür muss ein europaweites Erkennungssystem eingeführt werden (z.B. Symbole, Ampelfarben). Unternehmen sollten zudem die Bestimmungen ihrer Websites und Apps in einfacherer Sprache darstellen.

Beitrag im Zusammenhang ansehen

19.

Schulen sollten im Unterricht verstärkt auf digitales bzw. computergestütztes Lernen setzen. Dafür braucht es auch mehr finanzielle Mittel für eine gute Ausstattung mit Computern usw. sowie technisch geschultes Personal.


20.

Falschmeldungen sind ein immer größeres Problem. Oft ist nicht ganz klar, ob die Meldung unter die Pressefreiheit fällt oder nicht. Deshalb sollten die gesetzlichen Regelungen überarbeitet werden. Dies sollte auch eine Diskussion über die Begriffe, die wir in diesem Zusammenhang nutzen, beinhalten.


21.

Wir brauchen eine Stelle, die mit öffentlichen Gelder eingerichtet wird und anonyme Meldungen zu Sicherheitslücken entgegennimmt. Zudem sollte sie die Bürger_innen über bestehende Sicherheitslücken informieren.


22.

Für den Kampf gegen Falschmeldungen brauchen wir eine staatliche Einrichtung, die ein Verzeichnis darüber führt, was verlässliche und vertrauenswürdige Nachrichtenquellen sind, und Falschmeldungen berichtigt.


23.

Suchterkrankungen, die durch digitale Medien verursacht werden (zum Beispiel Internet- oder Handysucht) sollten als Krankheit anerkannt und als solche behandelt werden.


24.

Der Umgang im Internet und in den sozialen Medien muss fairer und respektvoller werden. Das heißt, wir müssen dort einen Umgangston erreichen, bei dem alle einander respektieren. Dafür braucht es ein stärkeres Bewusstsein für die Wirkungskraft sozialer Medien und Unterstützung durch die Politik.


25.

Um die Diskussionskultur im Netz zu fördern, sollten vor Ort Gruppen eingerichtet werden, in denen man über die Herausforderung des Internets diskutiert. Damit sich interessierte Personen vernetzen und verabreden können, sollten Onlineportale eingerichtet werden.