Abstimmungsergebnisse

1. Jugend ♥ Politik? Was braucht es, damit Jugend und Politik sich besser verstehen?


1.

Jugendliche müssen Aktionen selber gestalten. Sie wissen am besten was sie wollen.


2.

In der Schule sollten vorhandene Möglichkeiten zur demokratischen Mitbestimmung für Jugendliche vorgestellt werden (z.B. Jugendräte). Man lernt Funktionen und Strukturen von Politik (von der Stadt bis zur EU), aber der Bezug zum Leben der Jugendlichen wird nicht hergestellt.


3.

Der direkte und offene Dialog zwischen jungen Menschen und Entscheidungsträger_innen ist wichtig. Gespräche müssen auf Augenhöhe geführt werden und Entscheidungsträger_innen und junge Menschen gleichberechtigt daran teilnehmen.


4.

Die Politik muss deutlich machen, dass das Engagement junger Menschen gewünscht ist, Politik ein offenes Ohr für ihre Belange hat und sie bei der Verwirklichung ihrer Interessen unterstützt.


5.

Die Verbindlichkeit gegenüber den Ideen der Jugendlichen sowie der kontinuierliche Dialog zwischen Jugend und PolitikerInnen müssen weiter ausgebaut werden.


6.

Jugendliche sollten darin bestärkt werden, dass sie kompetent sind, diese Welt mitzugestalten.


7.

Jugendliche müssen ganz besonders in ihren Fähigkeiten und Vorhaben bestärkt werden, damit sie neben ihren Pflichten auch ihre Rechte in die Hand nehmen und für sich und ihre Zukunft einstehen.


8.

Weder Entscheidungsträger_innen noch Jugendliche sollten „abgehoben“ auftreten, sondern respektvoll miteinander umgehen.


9.

Entscheidungsträger_innen sollten verstehen, dass Jugendbeteiligung vielleicht anstrengend und ungewohnt sein mag, aber eine Möglichkeit ist, Entscheidungen besser und nachhaltiger zu gestalten - und dabei auch noch Spaß zu haben!


10.

Politische Themen müssen für junge Menschen zugänglicher gemacht werden, indem man sie stärker mit deren Lebensrealität verknüpft. Politik muss also abstrakte Themen für jede_n verständlich runterbrechen und erklären, wieso diese oder jene Entscheidung jetzt wichtig ist.


11.

Es bestehen zu viele Vorurteile übereinander und es wird zu schnell geurteilt. Hier besteht ein großer Bedarf an (Wissens-)Vermittlung und Gesprächen miteinander. Beide Parteien müssen ermutigt werden, aufeinander zuzugehen und regelmäßig den Dialog zu suchen.


12.

Das Verständnis zwischen Jugend und Politik kann z.B. im Sozialkundeunterricht, durch Projektarbeit mit Vereinen oder einem Tagespraktikum bei im Büro von Politiker_innen gefördert werden. Wichtig ist dabei zu lernen, Politiker_innen als Personen und nicht nur in ihrer Rolle zu sehen.


13.

Themen der Jugendlichen aufgreifen


14.

Der Dialog zwischen Jugend und Politik muss neu und mit anderen Methoden gestaltet werden (z.B. weg von der klassischen Podiumsdiskussion mit geringen Redezeiten für junge Menschen, klassische Rollenverteilung umdrehen und Politiker_innen den Jugendlichen die Fragen stellen lassen).


15.

Es sollte mehr offene Angebote wie zum Beispiel Jugendcafés geben, die regelmäßig mit politischen Themen locken. Der Kontakt zwischen Jugend und Politik in solchen offenen Treffs ist vielversprechender als andernorts.


16.

Kommunale Politik für Jugendliche sichtbarer machen durch Aushänge zu Terminen, Tagesordnungen oder Protokollen von politischen Gremien (z.B. Stadtbezirksrat) am schwarzen Brett in Schulen und Jugendeinrichtungen.


17.

Wichtig ist eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich junge Menschen wohlfühlen und ihren Ideen und Wünschen freien Lauf lassen können.


18.

Um Verständnis zu fördern, müssen die Lebenswelten beider Parteien einander näher gebracht werden. Nur wenn man Einblick in das Leben des Anderen erhält, kann man sich wirklich damit auseinandersetzen, Zusammenhänge verstehen und Verständnis entwickeln.


19.

Junge Menschen wollen klare Antworten und dass Versprechen eingehalten werden. Entscheidungsträger_innen sollten ihnen deshalb deutlich machen, was geht und was nicht und welche Grenzen und Alternativen es gibt.


20.

Jugend und Politik muss sich nahbar und auf Augenhöhe begegnen können. Das kann auch schon im Sozialkundeunterricht, durch Projektarbeit mit Vereinen oder einem Tagespraktikum bei einem Politiker geschehen. Wichtig ist dabei zu lernen, einen Politiker als Person und nicht nur als Rolle zu sehen.


21.

Jugendliche und Entscheidungsträger_innen sollten gemeinsam darauf achten, dass Kritik nicht demotivierend vorgetragen wird.


22.

Entscheidungsträger_innen sollten öfter Dinge aus der Perspektive junger Menschen betrachten.


23.

Politische Entscheidungswege sollten nachvollziehbar "von unten nach oben" aufgezeigt werden.


24.

Die Sprache von Jugendlichen und die von Politiker_innen ist sehr verschieden. Deshalb muss eine gemeinsame Gesprächskultur entwickelt werden.


25.

Junge Menschen drücken sich oft anders aus, als Entscheidungsträger_innen das gewohnt sind. Deshalb ist das „Zuhören lernen“ sehr wichtig. Wenn ein junger Mensch sich nicht ganz so ausgefeilt ausdrückt, darf nicht sofort auf weniger wichtige Ansichten bzw. Anliegen geschlossen werden.


26.

Junge Menschen sollten Verständnis dafür haben, dass das „politische Geschäft“ nicht einfach ist, Zeit benötigt und Entscheidungsträger_innen in der Politik nur bestimmte Spielräume zur Verfügung stehen und sie Kompromisse schließen müssen, um kleine Fortschritte zu erzielen.


27.

Digitale Beteiligungsformate können aufgrund ihrer Nähe zur Lebenswelt Jugendlicher zu einer stärkeren Jugendbeteiligung beitragen. Sie dürfen aber lediglich als Ergänzung zu bestehenden Beteiligungsformen gesehen werden und können nur mit optimalen Rahmenbedingungen erfolgreich sein.


28.

Gesetze müssen verständlicher geschrieben werden.


29.

Jugendliche müssen dort abgeholt werden, wo sie sind.