Abstimmungsergebnisse

Um in die abschließende Zusammenfassung der Konsultationsergebnisse aufgenommen zu werden, musste ein Beitrag mindestens 10 Punkte erreichen.

4. Wie können Jugendliche, die nicht in Vereinen, Verbänden, Parteien etc. aktiv sind, stärker in gesellschaftliche Entscheidungen einbezogen werden?


1.

Jugendliche müssen ernst genommen und darin bestärkt werden, dass auch sie kompetent sind, die Welt mitzugestalten.


2.

Folgende Forderungen sollten an die Verantwortlichen gerichtet werden: Nehmt Euch Zeit zum Gespräch mit den Jugendlichen, nicht über sie! Seid ehrlich! Hört zu! Unterstützt Jugendgruppen und Jugendverbände in ihrer Arbeit! Investiert in (außerschuliche) Jugend(verbands)arbeit und in die Zukunft! Fördert das Ehrenamt!


3.

Jugendliche verbringen viel Zeit im Netz. Orte des Engagements müssen nicht nur im Netz präsent sein, sondern das dortige Engagement auch ernst nehmen. Dabei sollte auf eine sinnvolle Verknüpfung von Online- und Offline-Aktivitäten geachtet werden.


4.

Die Politik muss für Jugendliche transparenter werden (z.B. durch eine jugendgemäße und klare, verständliche Sprache; die Aufnahme von Themen, die die Jugend betreffen, und das Ernstnehmen von Jugendinteressen).


5.

Informationen aus der Politik müssen gerade für Jugendliche interessant und ansprechend gestaltet werden.


6.

Vorrausetzungen für ein Gelingen sind die Bereitschaft zuzuhören, junge Menschen und ihre Anliegen ernst zu nehmen, Versprechen einzuhalten und klar zu benennen, was geht und was nicht, welches die Grenzen sind und ob es Alternativen gibt.


7.

Eine Voraussetzung für die politische Beteiligung von jungen Menschen ist, dass das Interesse an Politik zunächst einmal geweckt wird. Dazu braucht es eine aktuelle, interessante politische Bildung und eine transparente und jugendgerechte Informationspolitik der Politiker/-innen.


8.

Schulen müssen stärker Partizipation leben und lehren.


9.

Die Themen der Jugend sollten in der Politik Berücksichtigung finden und es sollte einen respektvollen Umgang mit Jugendlichen und ihren Anliegen in der Politik geben.


10.

Wählen ist nicht alles. Es muss vermittelt werden, dass man sich auch zwischen den Wahlen einbringen kann und soll, z.B. über Vereine, Parteien oder Bürgerinitiativen.


11.

Die Kommunen müssten Beteiligungsangebote für alle jungen Menschen einrichten und strukturell verankern. So sollte z.B. gesetzlich geregelt werden, dass Kinder und Jugendliche an kommunalen Entscheidungen beteiligt werden müssen und es dafür niedrigschwellige, offene und regelmäßige Angebote gibt.


12.

Die Parteien sollten sich mehr um die politische Bildung der Jugendlichen kümmern und sich ihrer Anliegen annehmen.


13.

Politiker/-innen, zeigt Interesse an der Meinung der Jugendlichen und ebnet ihnen den Weg!


14.

Politiker/-innen sollten mehr persönlichen Kontakt suchen: die Jugendlichen vor Ort besuchen, ansprechen und ernst nehmen. Kein "abgehobenes" Auftreten.


15.

Die Schulen sollten mit Anbietern außerschulischer Bildung zusammenarbeiten. So könnten die Schüler/-innen von der Entwicklung von Projektideen für die Verbesserung ihres Lebensumfeldes bis hin zur möglichen Umsetzung alles selbst ausprobieren.


16.

Macht Beteiligung sexy! Wer um die Aufmerksamkeit junger Menschen buhlt, hat so viel Konkurrenz wie noch nie.


17.

Bei Beteiligung, insbesondere in sozialen Netzwerken, geht es nicht nur darum, eine Plattform oder Inhalte anzubieten, sondern sich von Anfang an auf einen Dialog einzulassen (statt Monolog / one-way-communication).


18.

Es ist wichtig, dass es bei der politischen Bildung nicht ausschließlich um die reine Wissensvermittlung von politisch abstrakten Themen geht. Vielmehr müssen aktuelle politische Themen behandelt werden.


19.

Politiker/-innen brauchen ein besseres Image.


20.

Solange die Herabsetzung des Wahlalters nicht festgeschrieben ist, braucht es Systeme, die Jugendlichen Beteiligung garantieren. Anliegen müssen schnell umgesetzt oder begründet abgelehnt werden. Es darf nichts ausgesessen werden.


21.

Jugendliche sollten auf die bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten hingweisen und gezielt darüber informiert werden, diese zu nutzen, bevor neue Angebote "erfunden" werden. Oft herrscht Unkenntnis (bei den Jugendlichen und den Verantwortlichen) über das, was es gibt und wie es funktioniert.


22.

Das Wahlrecht sollte auf Ausländer/-innen, die schon längere Zeit in Deutschland leben, ausgeweitet werden.


23.

Man sollte schon früh anfangen und bereits im Kindergarten Kinder an Mitbestimmung heranführen.


24.

Um politische Beteiligung überhaupt möglich zu machen, ist politische Bildung in der Schule unabdingbar. Politische Bildung stellt die Grundlage für politisches Interesse dar.


25.

Es sollte regelmäßige Podiumsdiskussionen mit Politikern/-innen und Veranstaltungen wie Zukunftskonferenzen geben. Junge Menschen erleben es als positiv, wenn sie mit Politikern/-innen in einen direkten Dialog treten können.


26.

Es sollte ein Jugendmainstreaming vergleichbar zu Gender Mainstreaming eingeführt werden.


27.

Wir brauchen ein kinder- und jugendgerechtes Bildungsfernsehen zu politischen Themen, Kinder- und Jugendzeitungen, in denen politische Aspekte beleuchtet werden, sowie mehr politische Präsenz im Internet und in sozialen Netzwerken.


28.

Die Einbindung der Schulen ist hier ein MUSS. Denn so kann eine sehr breite Gruppe an Jugendlichen erreicht werden. Die Schule spielt eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Angeboten bzw. bei der Information über die Möglichkeiten, die es gibt.


29.

Politiker/-innen müssen auch jungen Menschen die Chance geben, gewählt zu werden bzw. diese jungen Menschen auch ernst nehmen.


30.

Die Bürger/-innen müssten generell mehr Mitspracherechte in der Politik erhalten. Ihre Meinung muss gehört und respektivert und ihr Engagement anerkannt werden. Zusätzlich sollte es mehr Elemente direkter Demokratie geben, wie Bürgerbegehren oder Volksentscheide auch auf Bundesebene.


31.

Politik oder Demokratie sollte als Schulfach in den unteren Klassen verbindlich eingeführt werden. Im Unterricht setzen sich dann junge Menschen mit ihrer Lebenssituation auseinander. Ihre Vorschläge sollten verbindlich an Politik und Verwaltung herangetragen werden, um gemeinsam Lösungen zu suchen.


32.

Die Schulen brauchen ein auf die jeweilige Schulart zugeschnittenes Konzept, an dem sie sich entlanghangeln können. Oftmals sind die zuständigen Lehrkräfte überfordert oder der Meinung, mit ihren Schülern/-innen sei das alles nicht umsetzbar.


33.

Die Landeszentralen für politische Bildung müssen stärker an den Schulen aktiv werden.


34.

Die Jugendorganisationen der Parteien haben eine wichtige Funktion: Sie sind wichtig, um Jugendliche in die Parteipolitik einzubeziehen. Es sollte bei jungen Menschen mehr Werbung für diese Gruppen gemacht werden.


35.

Es sollten mehr Elemente direkter Demokratie (z.B. Bürgerbegehren oder Volksentscheide) eingeführt werden.


36.

Jugendliche, die nicht in Vereinen, Verbänden, Parteien etc. aktiv sind, können nicht stärker in gesellschaftliche Entscheidungen eingebunden werden, da sie nur einzelne Partikularinteressen darstellen, die nicht gebündelt werden können.


37.

Wahlen sollten ein ganzes Wochenende dauern und eine Stimmabgabe über neue Medien sollte möglich sein.