Abstimmungsergebnisse

Um in die abschließende Zusammenfassung der Konsultationsergebnisse aufgenommen zu werden, musste ein Beitrag mindestens 10 Punkte erreichen.

1. Wie können mehr junge Menschen dazu motiviert werden wählen zu gehen?


1.

Parteien sollten besser darstellen, was politische Entscheidungen für die Bürger/-innen im Kleinen bedeuten.


2.

Jugendliche müssen im Vorfeld von Wahlen gut über die Wahlen, die Parteien und deren Wahlprogramme informiert werden. Hierfür müssen Informationen verwendet werden, die übersichtlich, für Jugendliche leicht verständlich und ansprechend sind.


3.

Politiker/-innen und Parteien müssen vor Wahlen deutlich sagen, was sie für junge Menschen machen wollen. Nach der Wahl sollten sie die weitere Umsetzung dieser Ziele öffentlich dokumentieren.


4.

Jugendliche werden motiviert wählen zu gehen, wenn sie das Gefühl haben, dadurch wirklich Dinge beeinflussen und mitbestimmen zu können. Deshalb sind Wahlen, deren Ausgang ganz konkrete und fassbare Auswirkungen auf ihr Leben haben, interessanter.


5.

Politiker/-innen sollten mit Jugendlichen reden und nicht über sie. Sie sollten zuhören, klare Antworten geben und Versprechen einhalten.


6.

Kinder sollten frühzeitig lernen, wie demokratische Strukturen funktionieren und welche Möglichkeiten der eigenen Einmischung in Politik und Verwaltung es gibt, zum Beispiel durch U18-Wahlen und den direkten Kontakt zu Politikern/-innen.


7.

Politiker/-innen sollten den "Politikersprech" weglassen. Sie sollten klarer formulieren und konkrete Aussagen treffen.


8.

Politiker/-innen und Parteien müssen von sich aus auf junge Menschen und Jugendorganisationen zugehen und sich ernsthaft für deren Belange interessieren.


9.

Politiker/-innen sollten sich auf die Suche nach jungen Menschen machen und mit diesen auf gleicher Augenhöhe Gespräche führen. So lernen Jugendliche und Politiker/-innen ihre Positionen gegenseitig kennen und ernst nehmen.


10.

Politiker/-innen und Parteien sollten ihre Informationen an Kinder und Jugendliche anpassen und zum Beispiel jugend- und kindgerechte Wahlprogramme erstellen.


11.

Jugendliche sind motiviert sich zu beteiligen, wenn es um Themen und Anliegen geht, die sie und/oder ihr Umfeld betreffen und wenn ihre Freunde sich ebenfalls beteiligen.


12.

Veranstaltungsformen und Medien/Materialien, mit denen Jugendliche über die Wahlen informiert werden, müssen speziell auf sie zugeschnitten sein.


13.

Politiker/-innen sollten konkreter darstellen, was sie für Jugendliche ändern und erkämpfen wollen.


14.

Jugendliche werden motiviert wählen zu gehen, wenn sie die Möglichkeit zur Mitbestimmung haben und ihre Stimme als wertvoll angesehen wird. Leider sehen das ältere Menschen oft nicht so und vermitteln jungen Menschen das Gefühl, sie seien nicht in der Lage "sinnvoll" und mit ernstem Interesse zu wählen.


15.

Parteien sollten transparente Formen der E-Partizipation für ihre Meinungsbildung und mehr direkte Demokratie zulassen.


16.

Die Wahlen müssen für junge Menschen ansprechend beworben werden. Immer nur Wahlplakate mit "Friede-Freude-Sonnenschein-Familien" und lahmen Sprüchen sprechen Jugendliche nicht an. Gefragt sind Kampagnen, die optisch herausstechen und klare, ehrliche Aussagen transportieren.


17.

„Demokratie ist ja eigentlich die Herrschaft des Volkes, und wenn dann jeder mitbestimmt und jeder sich beteiligt, dann ist die Demokratie eher verwirklicht. [...] Dazu gehört auch, dass eine Verbindung hergestellt wird, dass ein Dialog entsteht zwischen dem Volk und den Vertretern.“


18.

Politische Entscheidungen und Entscheidungsfindungen müssen transparenter werden. Dazu sollte vor allem das Internet genutzt werden.


19.

Die Motivation an Wahlen steigt, wenn man mit seiner Stimme auch eine spürbare Richtungsentscheidung - und wenn auch nur eine grundsätzliche - vornehmen kann. Auf keinen Fall motiviert es, schon getroffene Entscheidungen nur abzunicken.


20.

Politik muss wieder glaubwürdig werden. Sie darf nichts versprechen, was sie nicht halten kann.


21.

Es motiviert Jugendliche wählen zu gehen, wenn sich die Parteien bemühen, in ihren Wahlprogrammen Forderungen von Kindern und Jugendlichen aufzunehmen und dies in direktem Kontakt mit jungen Menschen im Vorfeld der Wahlen auszuhandeln.


22.

Das Interesse für Politik und Wahl muss in der Schule geweckt werden. Hierzu müssen politische und gesellschaftliche Bildung im Schulunterricht viel ernster genommen werden.


23.

Politik muss greifbarer gemacht werden. Vor allem in sozial benachteiligteren Klassen, Schulen etc. Dies kann auch durch Aktivitäten geschehen, die vielleicht nicht in erster Linie politisch ausgerichtet sind, wie zum Beispiel Kinderfeste.


24.

Die Politiker/-innen sollten Vorbilder (z.B. ehrlich, gewissenhaft) sein.


25.

Je direkter einen eine Wahl betrifft, desto leichter fällt es einem, Stellung zu beziehen.


26.

Jugendliche werden motiviert an Wahlen teilzunehmen, wenn die Vorbereitung auf die Wahlen und der Wahlakt selbst, also die Stimmabgabe, jugendfreundlicher sind (z.B. durch spezielle Jugendwahllokale mit jugendgerechten Informationen).


27.

Schulen sollten im Rahmen des Unterrichts auf die kommenden Wahlen hinweisen und dafür sorgen, dass sich die Schüler/-innen mit den Kandidaten/-innen befassen.


28.

Die Demokratie ist nur durch Wahlen "überlebensfähig". Das und dass man seine politische Neigung preisgeben kann. Erst wenn man wählen geht, kann man sich wirklich über politische Missstände im Land und in Europa aufregen und diese kritisch hinterfragen.


29.

Politiker/-innen und Parteien sollten eine kurze und klar verständliche Antwort dafür haben, wofür sie stehen. Diese Antwort sollte sich nicht alle paar Wochen ändern.


30.

Es gibt keinen Unterschied zwischen Kommunal-, Landtags-, Bundestags- oder Europawahlen. Wahl ist Wahl und alle haben Auswirkungen auf das Leben junger Menschen.


31.

Um das Interesse junger Menschen an Wahlen zu wecken, braucht man klar definierte politische Ziele, deutlich abgrenzbare Parteiprogramme und vor allem: das konstante Einhalten einer politischen Richtung einer Partei.


32.

Bei Kommunalwahlen fällt es jungen Menschen oft leichter, ein Interesse für die Geschehnisse zu entwickeln als bei Landtags-, Bundestags- oder Europawahlen. Das liegt daran, dass es leichter ist, die Kandidaten/-innen persönlich kennen zu lernen. So entsteht ein direkterer Bezug zur Politik.


33.

Es motiviert Jugendliche wählen zu gehen, wenn sie eine Meinung haben und wissen, dass sie gut informiert sind und das Richtige ausgewählt haben.


34.

Bessere Bildung, beste Bildung und nochmals umfassende Bildung! Das Familienbild muss in der Gesellschaft gestärkt werden. Wenn junge Menschen ihre Eltern zum Vorbild haben und zur Kenntnisnahme am Zeitgeschehen motiviert werden, dann stellt sich der Wille zur demokratischen Teilhabe von selbst ein.


35.

Da Politiker/-innen ja nicht immer selber zu allen Veranstaltungen gehen können, könnten ihre Vertreter/-innen zu Jugendlichen und an deren Orte gehen.


36.

Es gibt Unterschiede zwischen den verschiedenen politischen Ebenen: Kommunale Themen sind greifbar und die Wirkung von Beteiligung konkret sichtbar. Europäische Themen haben eine stärkere Präsenz in den Medien, aber die Wirkung von Engagement ist dabei weniger sichtbar.


37.

Es gibt Unterschiede zwischen Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen.


38.

Es gibt kaum Unterschiede zwischen Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. Denn Politiker/-innen sind Menschen und sollten dies auch repräsentieren.


39.

Eigentlich sollte allein schon die Möglichkeit der Beteilgung motivieren. Das wichtigste Gefühl, das man/frau braucht, um wählen zu gehen, ist: Ich kann etwas bewegen und Politik tut etwas für die Menschen und nicht um ihrer selbst willen.


40.

Auf kommunaler Ebene ist der Bezug zur Politik direkter. Bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen gibt es keine Unterschiede.


41.

Die Wahlmüdigkeit nimmt mit zunehmender Entfernung zu. Während kommunalpolitische Entscheidungen noch direkt nachvollziehbar und spürbar sind, sind Maßnahmen auf Bundes- oder Europaebene dies nicht.