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1. Heimatverbunden oder Weltbürger_in: Wie steht’s um dein Zugehörigkeitsgefühl?

Foto: typogretel | photocase.de

Wir brauchen die Verbundenheit mit anderen Menschen und das Gefühl einer Gemeinschaft anzugehören. Das gilt für Familie, Freundeskreis oder Schulklasse, aber auch für große Gemeinschaften: dem Heimat- oder Wohnort, der Region, aus der wir stammen, dem Land oder dem Kontinent, in dem wir leben.

Egal, ob wir eher heimatverbunden oder Weltbürger_innen sind oder irgendwas dazwischen: Wo wir verstanden, wertgeschätzt und respektiert werden, fühlen wir uns aufgehoben. Als Teil der Gemeinschaft sind wir eher bereit, uns einzubringen und das Zusammenleben aktiv mitzugestalten.

  • Was sorgt dafür, dass du dich einer Gruppe oder einer Gemeinschaft zugehörig fühlst?
     
  • Wem fühlst du dich am stärksten verbunden: deinem Wohnort, Deutschland, Europa oder etwas anderem? Warum ist das so und wie könnte das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt werden?

Die Beitragsphase ist bereits vorbei.

Ein Gefühl der Zugehörigkeit mit Deutschland erzeugt seine Weltoffenheit als Raum des Austausches und der Selbstverwirklichung. In Europa sollte die Anerkennung von Vielfalt und das Interesse an und Beteiligung von Menschen aus vielfältigen Kulturen befördern.

Dieser Gedanke ist von besonderer Bedeutung für uns als multikulturelle Gruppe, welche sich im Rahmen des Europa.Excellenz.Kollegs über Austausch in Europa beschäftigt.


Die kulturelle Identität jedes Menschen ist heute durch vielfältige Zugehörigkeiten geprägt. Dies ist Ausdruck einer offenen und demokratischen Gesellschaft.


Ich denke, dass man sehr vielen Sachen angehören kann und es möglich ist, sich mit sehr vielen Dingen zu identifizieren. Das können beispielsweise Orte sein, eine Religion, ein Verein oder ein Land. Allerdings gibt es einen gemeinsamen Nenner für jeden: Wir sind alle Menschen.

Menschen identifizieren sich mit Institutionen, weil sie sich von diesen: Stärke, Rückhalt und Geborgenheit versprechen. Allerdings ist kennzeichnend für diese Institutionen, dass sie sich dadurch definieren, dass sie sich von anderen abgrenzen. Also werden aufgrund des Wunsches nach Rückhalt und Geborgenheit Menschen von Menschen getrennt. Dabei wird allerdings oft außer Acht gelassen, dass diese Konstrukte wie Vereine, Länder oder der Wert des Geldes nur existieren, weil die Menschen sich vorstellen, dass sie existieren. Oder besser, sie existieren weil sich mehrere Menschen darauf geeinigt haben daran zu glauben, dass sie existieren, sozusagen sind Sie wie ein nicht materieller Gesellschaftsvertrag. Diese Dinge sind keine natürlich gegebenen Bestandteile unserer Existenz. Jedoch ist es eine solche Gegebenheit, dass alle Menschen, Menschen sind. Diese menschliche Institution grenzt nicht Menschen von anderen Menschen ab, weswegen sie ganz klar die Devise ist, zu der sich die Menschheit entwickeln sollte und wird. Also sind doch die Entscheidenden Fragen, eher wie folgt: Wie könnte ein nicht materieller Gesellschaftsvertrag mit dem Menschen im Vordergrund aussehen? Wie bringt man Menschen dazu sich zu aller erst mit den Menschen zu identifizieren? Wie erreicht man, dass sie die Menschen von der Gesellschaft an sich Rückhalt und Geborgenheit versprechen?


Gruppen definieren sich auch über Ziele, Wertvorstellungen, Ideale. Eventuell sind diese ähnlicher, je homogener die Gruppe ist. Je vielfältiger die Gruppe ist, je kleiner ist vielleicht der gemeinsame Nenner. Das könnte eine Herausforderung sein.

In unserem Verband sind junge Menschen aus dem öffentlichen Dienst und priv. DL-Sektor. Das Alter und die berufliche Zugehörigkeit, sowie die Zielsetzung unser Leben zu verbessern, ist unser gemeinsamer Moment. Dennoch bildet sich unsere Vielfalt nur innerhalb der Zugehörigkeit zu unseren Verband und des Mitgliederkreises ab.


Ich fuhle mich als Berlin-Kreuzberger, Deutscher, aber auch als Italiener, Franzose und Belgier sowie Europaer, je nach dem wo ich bin und mit wem ich spreche.