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3. Zusammen gegen Ausgrenzung: Wie können wir die Ausgrenzung von jungen Menschen verhindern?

Kaputter Stuhl vor einer Wand mit Fliesen, auf der
Foto: zach | photocase.de

Es gibt Gruppen junger Menschen, die ausgegrenzt werden – aus sehr unterschiedlichen Gründen: zum Beispiel wegen einer Krankheit, einer Behinderung, Sprachschwierigkeiten, Armut oder Obdachlosigkeit; auch wegen eines fremd klingenden Namens oder des Aussehens.

Sie haben deswegen einen schlechteren Zugang zu Schule und Ausbildung, Arbeitsplätzen, Freizeit- oder Unterstützungsangeboten. Sie werden diskriminiert und durch Äußerungen, Handlungen oder Unterlassungen von anderen Menschen herabgewürdigt, benachteiligt, belästigt oder bedroht.

  • Wo erlebst du, dass junge Menschen gesellschaftlich ausgegrenzt werden?
     
  • Was muss getan werden, damit kein_e Jugendliche_r außen vor bleibt?
     
  • Welche Vorschläge hast du, damit ausgegrenzte Jugendliche gleiche Chancen erhalten und ihre Fähigkeiten und Talente entwickeln können?

Die Beitragsphase ist bereits vorbei.

Wir stehen für: eine lebendige Demokratie, kulturelle, ethnische und sexuelle Vielfalt sowie Glaubensfreiheit.

Kulturelle, religiöse und sexuelle Identität sind - solange sie nicht missbraucht werden, um anderen zu schaden - Privatsache und es steht uns nicht zu darüber zu urteilen. Die freiheitliche Grundordnung des Staates ist eine Voraussetzung für eine lebendige Demokratie, die für alle Menschen unabhängig von ihrer ethnischen und sozialen Herkunft zugänglich und gestaltbar ist.


Wir stehen für: eine Willkommenskultur und Offenheit. Es sind ausdrücklich alle Menschen willkommen, unabhängig von Herkunft, Glauben, Nationalität, sexueller Identität oder körperlicher bzw. geistiger Behinderung.

Wir begrüßen vorurteilsfrei alle Menschen. Uns ist sehr wichtig, dass sich Menschen bei uns im Verband wohlfühlen und einbringen können, egal welche Herkunft, sexuelle Identität, geistige bzw. körperliche Behinderung oder welchen Glauben sie haben. Dies ist unser Selbstverständnis, da wir jedem Menschen eine Menschenwürde zusprechen und diese respektieren.


Wir fordern eine verantwortungsbewusste Erinnerungskultur an die Verbrechen des Nationalsozialismus.

Eine lebendige Erinnerungskultur an die Gräuel des Nationalsozialismus ist ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen menschenverachtendes Gedankengut. Es ist unsere Pflicht aus unserer Vergangenheit die notwendigen Lehren zu ziehen, um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Gegenwart zu verhindern. Wichtig sind in diesem Zusammenhang etwa die staatliche Förderung von Austauschprogrammen, das Ermöglichen von geschichtsbezogenen Exkursionen und das Vorleben einer aktiven Erinnerungskultur.


Wir fordern eine verlässliche und ausreichende Unterstützung von Organisationen und Initiativen, die sich gewaltfrei gegen Rechtsextremismus einsetzen.

Initiativen gegen Rechts arbeiten oft mit unzureichenden finanziellen Mitteln. Diese Defizite gilt es abzubauen, damit die wertvolle Arbeit solcher Initiativen ermöglicht wird. Ebenso verhält es sich mit erfolgreichen, zeitlich begrenzten Projekten, deren Finanzierung jedoch eingestellt wird. Solche Projekte gilt es in eine langfristige Form zu überführen.


Wir fordern einen freien Zugang zu Bildungs-, Sozial- und weiteren Einrichtungen für alle Menschen, um eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Bildung und soziale Integration sind eine notwendige Voraussetzung für eine demokratisch-partizipatorische Emanzipation. Eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft bedeutet zumeist ein besseres Verständnis für die demokratischen Werte unserer Gesellschaft. Zudem lassen sich Menschen, die sich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen, eher von extremistischen Werten und Meinungen ansprechen und leichter erreichen. Diese gilt es durch soziale und anderer Einrichtungen aufzufangen und wieder in die Gesellschaft zu integrieren.


Begegnungsmöglichkeiten und gemeinsame Projekte sind elementar, um Integration zu fördern.


Arbeit, Bildung und Sprache sind Weg in die Gesellschaft und sollen deswegen verstärkt gefördert werden.


Junge Menschen brauchen vereinfachte Bewilligungsverfahren für Sondernutzungsvorhaben im öffentlichen Raum, die einen kleinen und nicht-kommerziellen, soziokulturellen Charakter aufweisen. Das stärkt ihre Fähigkeit sich selbstständig zu organisieren und kreativ auszudrücken.


Ich erlebe Ausgrenzung insbes. bei der Nutzung des öffentl. Raums (z.B. für ein spontanes Minikonzert). Einfachste Dinge werden zuehmend problematisiert, die "Diktatur des belästigten Subjekts", es könnte sich ja jemand stören, junge Menschen sind ja unzuverlässig, ihre Selbstorganisation ein Risiko

Um in meiner Stadt (Berlin) einen Tisch im Park aufzustellen und über einen Verstärker Musik laufen zu lassen (z.B. für ein kleines Konzert, ein spontanes Open Air Kino, etc) muss man 14 hochkomplexe Unterlagen im Bürokraten-Deutsch ausfüllen, das vorhaben mit 10 Ämtern abstimmen, das ganze braucht min. 8 Wochen zur Prüfung und kostet 300 - 800€. Alles aus Angst, jemand könnte sich beschweren. Das Ergebnis: Nur große Organisationen, üblicherweise finanzstarke Firmen, können der Bürokratie standhalten und die komplizierten Auflagen erfüllen. D.h.: Nur sie dürfen den öffentlichen Raum mit Musik bespielen, was sich wiederum nur im Rahmen von kommerziellen Massenevents lohnt. Selbstorganisierte Soziokultur junger Menschen hat dagegen keine Chance.


Auch Kinder müssen ihre Meinung sagen können. Egal, wo einer herkommt oder anders aussieht, so wie ich behandelt werden möchte, so behandel ich die anderen!