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2. Zusammenleben in Vielfalt: Wie kann das besser funktionieren?

Bunte Knöpfe, die ergänzt um einige gemalte Striche wie ein bunter Blumenstrauß aussehen. Foto: suze | photocase.de
Foto: suze | photocase.de

Unsere Gesellschaft ist vielfältig: Unterschiede zwischen Stadt und Land, beim Einkommen, bei der Bildung, bei der sexuellen Orientierung, bei Traditionen und Dialekten… Im Laufe der Zeit kamen Menschen hinzu, die andere Kulturen, Religionen oder Sprachen mitbrachten. Manche probierten neue Formen des Zusammenlebens aus.

Das alles macht unser Zusammenleben immer bunter und vielfältiger. Zugleich müssen viele unterschiedliche Gruppen miteinander zurechtkommen. Viele Menschen empfinden diese Entwicklung als Bereicherung, andere betrachten sie mit Besorgnis. Das Zusammenleben in einer Gesellschaft mit vielen Unterschieden fordert alle heraus.

  • Wo siehst du beim Zusammenleben in einer bunten und vielfältigen Gesellschaft Herausforderungen?
     
  • Welche Vorschläge hast du, damit Zusammenleben besser gelingt und von allen mitgestaltet werden kann?
     
  • Was brauchst du, um selbst zu einem besseren Miteinander beitragen zu können?

Die Beitragsphase ist bereits vorbei.

Für Azubis mit Migrationshintergrund brauchen wir eine intensive Sprachförderung.


Es müssen mehr BerufsberaterInnen und ArbeitsvermittlerInnen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsagenturen eingestellt und interkulturell fort- und weitergebildet werden. Dasselbe gilt für betriebliches Ausbildungspersonal.


Jugendliche mit Migrationshintergrund brauchen in der Phase der beruflichen Orientierung Unterstützung, Beratung und Ermutigung, um eine Berufsausbildung bzw. ein Studium zu ergreifen, das ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht.


Interkulturelles und globales Lernen muss in allen Schulen Teil des Unterrichts werden.


In den Schulen muss die Mehrsprachigkeit von Kindern und Jugendlichen anerkannt und gefördert werden.

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In Schulen mit hohem MigrantInnenanteil werden mehr Lehrkräfte und mehr SchulsozialarbeiterInnen benötigt.


Ein Gesamtkonzept zur Überwindung der Benachteiligungen von SchülerInnen mit Migrationshintergrund und bildungsbenachteiligten SchülerInnen ist erforderlich: z.B. Ausbau frühzeitiger individueller Förderung (z.B. Sprachförderung) oder Zulassen von integrativen Schulmodellen.


Es müssen verstärkt Menschen mit Migrationshintergrund ausgebildet und ihr Anteil unter den Beschäftigten deutlich erhöht werden. Besonders wichtig ist dies bei LehrerInnen und ErzieherInnen.


Die Bundes- und die Landesregierungen müssen ihren Beitrag leisten, dass in Deutschland ein tolerantes und weltoffenes Klima der Anerkennung und der kulturellen, sprachlichen und religiösen Vielfalt entsteht.


Integrationspolitik muss auf Chancengleichheit in Bildung, Ausbildung und Arbeit ausrichtet sein und weniger auf die Problematisierung kultureller und religiöser Unterschiede.