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1. Heimatverbunden oder Weltbürger_in: Wie steht’s um dein Zugehörigkeitsgefühl?

Foto: typogretel | photocase.de

Wir brauchen die Verbundenheit mit anderen Menschen und das Gefühl einer Gemeinschaft anzugehören. Das gilt für Familie, Freundeskreis oder Schulklasse, aber auch für große Gemeinschaften: dem Heimat- oder Wohnort, der Region, aus der wir stammen, dem Land oder dem Kontinent, in dem wir leben.

Egal, ob wir eher heimatverbunden oder Weltbürger_innen sind oder irgendwas dazwischen: Wo wir verstanden, wertgeschätzt und respektiert werden, fühlen wir uns aufgehoben. Als Teil der Gemeinschaft sind wir eher bereit, uns einzubringen und das Zusammenleben aktiv mitzugestalten.

  • Was sorgt dafür, dass du dich einer Gruppe oder einer Gemeinschaft zugehörig fühlst?
     
  • Wem fühlst du dich am stärksten verbunden: deinem Wohnort, Deutschland, Europa oder etwas anderem? Warum ist das so und wie könnte das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt werden?

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Ein Haus ist Heimat.

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Es ist wichtig, dass junge Menschen wertgeschätzt werden, an allen Orten. Man fühlt sich zugehörig, wenn man wahr- und ernst genommen wird, wenn man an wichtigen Entscheidungen beteiligt ist und sein Umfeld mitgestalten kann.


Ich fühle mich überall dort Zuhause, wo ich ein soziales Netzwerk habe.

Ich fühle mich überall dort Zuhause wo ich ein soziales Netzwerk habe. Als Kind war es nur unsere Straße, dann sieht man irgendwann das ganze Kaff als Heimat an und irgendwann war es dann der Landkreis mit dem man sich identifiziert hat. Seit diesem Jahr wohne ich in Georgien, und wenn ich mich mit den anderen EFD-Leuten treffe dann spüre ich manchmal ganz leicht ein Zugehörigkeitsgefühl zu Europa, aber andererseits , vielleicht ist es auch nur das Verbundenheitsgefühl unter Ausländern. Ich glaube erst wenn man weit weg von seinem Kaff ist zu dem man sich zugehörig fühlt, kann man größere Zugehörigkeitsgefühle wie z.B. für Deutschland oder Europa empfinden. War man einmal auf einem anderen Planeten, ist es sicher naheliegend dass man sich als Erdbewohner identifiziert.


Ich denke, dass man sehr vielen Sachen angehören kann und es möglich ist, sich mit sehr vielen Dingen zu identifizieren. Das können beispielsweise Orte sein, eine Religion, ein Verein oder ein Land. Allerdings gibt es einen gemeinsamen Nenner für jeden: Wir sind alle Menschen.

Menschen identifizieren sich mit Institutionen, weil sie sich von diesen: Stärke, Rückhalt und Geborgenheit versprechen. Allerdings ist kennzeichnend für diese Institutionen, dass sie sich dadurch definieren, dass sie sich von anderen abgrenzen. Also werden aufgrund des Wunsches nach Rückhalt und Geborgenheit Menschen von Menschen getrennt. Dabei wird allerdings oft außer Acht gelassen, dass diese Konstrukte wie Vereine, Länder oder der Wert des Geldes nur existieren, weil die Menschen sich vorstellen, dass sie existieren. Oder besser, sie existieren weil sich mehrere Menschen darauf geeinigt haben daran zu glauben, dass sie existieren, sozusagen sind Sie wie ein nicht materieller Gesellschaftsvertrag. Diese Dinge sind keine natürlich gegebenen Bestandteile unserer Existenz. Jedoch ist es eine solche Gegebenheit, dass alle Menschen, Menschen sind. Diese menschliche Institution grenzt nicht Menschen von anderen Menschen ab, weswegen sie ganz klar die Devise ist, zu der sich die Menschheit entwickeln sollte und wird. Also sind doch die Entscheidenden Fragen, eher wie folgt: Wie könnte ein nicht materieller Gesellschaftsvertrag mit dem Menschen im Vordergrund aussehen? Wie bringt man Menschen dazu sich zu aller erst mit den Menschen zu identifizieren? Wie erreicht man, dass sie die Menschen von der Gesellschaft an sich Rückhalt und Geborgenheit versprechen?


Dass ich mich einer geografischen Gemeinschaft zugehörig fühle, habe ich zum ersten Mal in 19 Jahren nach dem Referendum der Briten erlebt. Obwohl ich gegen den "Fußball-Jubel-Nationalgeist" bin, hatte dort ich das Gefühl, die Briten verließen eine Gemeinschaft, zu der auch ich gehöre.

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Ich fühle mich am stärksten Deutschland verbunden. Mein Wohnort wechselt oft, ich musste für das Studium und den Beruf umziehen, jetzt werde ich versetzt. Daher fühle ich mich weniger einer Stadt als dem Land, in dem ich umziehe, zugehörig.

Würde ich von einem Nationalstaat in einen anderen ziehen, würde ich mich eventuell eher dem nächstgrößeren Rahmen, also dann Europa zugehörig fühlen.

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Wenn wir die gleichen Ideale und Vorstellungen teilen. Wenn man etwas gemeinsam hat, z.B. die gleiche Ausbildung oder die gleiche oder ähnliche Arbeit. Wenn man das gleiche Ziel hat. Wenn man sich treffen kann, persönlich, und gemeinsam etwas unternehmen kann.


Gruppen definieren sich auch über Ziele, Wertvorstellungen, Ideale. Eventuell sind diese ähnlicher, je homogener die Gruppe ist. Je vielfältiger die Gruppe ist, je kleiner ist vielleicht der gemeinsame Nenner. Das könnte eine Herausforderung sein.

In unserem Verband sind junge Menschen aus dem öffentlichen Dienst und priv. DL-Sektor. Das Alter und die berufliche Zugehörigkeit, sowie die Zielsetzung unser Leben zu verbessern, ist unser gemeinsamer Moment. Dennoch bildet sich unsere Vielfalt nur innerhalb der Zugehörigkeit zu unseren Verband und des Mitgliederkreises ab.


Akzeptanz, Respekt und Hilfsbereitschaft bilden die Basis, für ein angenehmes Klima. Kommt man seinen Mitmenschen entgegen und vermittelt dabei auch seine Sichtweise, schafft man Kompromisse. Zufriedenheit ist das Gefühl, das sich beim Zusammenkommen der Gruppe einstellen soll.


Ich bin ein Mensch, Säugetier, Lebewesen und bewohne mit vielen anderen den Planeten.

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