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2. Füreinander - Miteinander: Wie kann das funktionieren?

Jugend-Schubladen: faul, dumm, unselbständig,...
Zeichnung: Anne Bergfeld

Die Freiwillige Feuerwehr kann im Ernstfall nicht mehr ausrücken, weil ihr die Freiwilligen fehlen. Junge Leute wollen sich engagieren. Aber die Initiativen oder das Jugendzentrum sind viel zu weit weg. Gleichzeitig gibt es vor Ort aber genügend Bedarf an ehrenamtlicher Hilfe, zum Beispiel alte Menschen, die Unterstützung im Alltag brauchen – doch niemand hat Zeit dafür. Beim Thema ehrenamtliches Engagement krankt es an mancher Ecke. Ihr wollt mitbestimmen, wenn etwas entschieden wird. Aber ihr wollt vor allem auch mit gestalten.

Was meint ihr: Was muss sich verändern, damit ihr euch engagieren könnt? Und wo würdet ihr gerne mehr mitbestimmen - und wie? An welchen Stellschrauben muss gedreht werden?
Wir wollen von euch wissen: Was braucht ihr ganz konkret, damit ihr mitreden euch engagieren könnt? Welche Angebote fehlen bei euch vor Ort und wie können alle Generationen eingebunden werden?

 

Die Beitragsphase ist bereits vorbei.

Transparenteres Sach- und Geldspendensystem einführen.

Momentan sind oft Spendenaufrufe für verschiedenste Projekte in der Werbung zu sehen. Oft ist für den Spender nicht nachvollziehbar, für was konkret seine Spende verwendet wird. Hier fehlt die Verpflichtung zur Transparenz. Alle Spendenempfänger sollten zur öffentlichen Darlegung ihrer Geschäftsberichte verpflichtet werden. Diese Antwort entstand zur (kultur-)politischen Bildungreise mit 39 jungen Sängerinnen und Sängern in Barth.

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Beratungs-Pool für Stiftungen, Fördermittel und Sponsoren einführen.

Momentan ist der Dschungeln an Fördermittelgebern, Stiftungen und Sponsoren schwierig für junge Menschen, die eigene Projekte initiieren wollen, schwer zu überblicken. Hier sollte es eine zentrale staatliche Beratungsstelle geben. Diese Antwort entstand zur (kultur-)politischen Bildungreise mit 39 jungen Sängerinnen und Sängern in Barth.


Fahrtkostenübernahme für das Ehrenamt

Solange noch kein generell kostenfreier ÖPNV in Deutschland zur Verfügung steht, sollte eine Fahrtkostenübernahme für ehrenamtliche Tätigkeiten durch Bund oder Land ermöglicht werden. Diese Antwort entstand zur (kultur-)politischen Bildungreise mit 39 jungen Sängerinnen und Sängern in Barth.


Sicherheit el)

Wir brauchen Verlässlichkeit in den Strukturen (Räume, pädagogische Begleitung, finanzielle Unterstützung). Ob es Stellen in der Jugendarbeit gibt, darf nicht mit jedem Haushalt neu verhandelt werden oder auf die Jugendhilfeausschüsse abgewälzt werden. Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume und Freizeit. Die Kinder- und Juegndarbeit braucht mehr Stellen, mehr Räume, mehr Finanzmittel und mehr Zeit, um allen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt und freiwillig Zeit miteinander zu verbringen und zu gestalten! Kinder und Jugendliche haben einen Anspruch auf non-formale und informelle Bildung, auf Beteiligung und Förderung ihrer Fähigkeiten! Regierungsunabhängige, dauerhafte Förderung der Kinder- und Jugendarbeit - gemessen nicht an, was ist an Geld da, sondern endlich gemessen an, was sind die Aufgaben, was brauchen Kinder und Jugendliche! Ergebnisse der Zukunftswerkstatt auf der Sommerfreizeit des CVJM Hamburg (Altona-Eimsbütt


Beteiligung

Es gibt eigentlich keine Themen, die Kinder und Jugendliche nicht betreffen. Wir haben Meinungen, Ideen, Fragen, Wünsche und Träume. Wir wollen und können diese Welt und Gesellschaft mitgestalten und nach unseren Möglichkeiten und Fähigkeiten, Verantwortung übernehmen. Von Erwachsenen fordern wir dafür Unterstützung, Begleitung und Geduld. wir brauchen viel mehr Räume, in denen wir uns einbringen und ausprobieren können! Dafür braucht es auch Methoden und Anleitung. Und Fehler müssen okay sein! Ergebnisse der Zukunftswerkstatt auf der Sommerfreizeit des CVJM Hamburg (Altona-Eimsbüttel)


Respekt - respektvoller Umgang

Ein respektvoller Umgang mit Jugendlichen bedeutet für uns, dass wir bei politischen Entscheidungen, die Auswirkungen auf unsere Lebenswelt haben, als ersthafte Partner wahrgenommen werden. Dass wir nach unsere Meinung gefragt werden, unsere Stimme Gehör findet, auf uns zugegangen wird und Themen so aufbereitet werden, dass wir sie verstehen können. Wir wollen ernst genommen werden! Ergebnisse der Zukunftswerkstatt auf der Sommerfreizeit des CVJM Hamburg (Altona-Eimsbüttel)


Anerkennung und Wertschätzung

Dass Menschen in ihrer Freizeit etwas für andere tun, muss viel mehr öffentlich anerkannt werden. Viele wissen gar nicht und/oder wissen nicht zu schätzen, was Ehrenamtliche leisten. Sich ehrenamtlich einzubringen muss viel stärker beworben werden (gerade in Schule) und viel leichter gemacht werden (Sonderurlaub, Schulbefreiung, finanzielle Unterstützung der Arbeit). Auch in der Wirtschaft muss Ehrenamt stärker gefördert werden! Ergebnisse der Zukunftswerkstatt auf der Sommerfreizeit des CVJM Hamburg (Altona-Eimsbüttel)


Räume

Wir brauchen mehr Räume, in denen wir Freunde und andere Leute treffen können. Wir wollen gemeinsam "abhängen", spielen, kochen, quatschen, Diskos organisieren und über Probleme reden können. In solchen Räumen können wir dann auch für andere etwas machen/anbieten. Wir wollen mitgestalten und mitentscheiden! Die Räume müssen gut erreichbar sein, damit auch viele kommen können. Die Räume müssen offen für alle sein. Ergebnisse der Zukunftswerkstatt auf der Sommerfreizeit des CVJM Hamburg (Altona-Eimsbüttel)


Begleitung und Untertützung

Wie jetzt auf der Freizeit brauchen wir bei manchen Dingen Unterstützung. Konflikte lösen, für die Gruppe kochen, selber Programm gestalten macht Spaß und ist gar nicht so schwer, wenn man Hilfe bei schweren Fragen/problemen hat. Es braucht Menschen, die helfen und die Vorbilder sind, weil sie schon länger was für andere tun. Ergebnisse der Zukunftswerkstatt auf der Sommerfreizeit des CVJM Hamburg (Altona-Eimsbüttel)


Zeit

Um sich zu engagieren, braucht es Zeit. Viel Zeit verbringen wir in der Schule oder mit Lernen für Arbeiten und Hausaufgaben. In unserer Freizeit wollen wir dann auch mal Freunde treffen und entspannen. Engagieren würden wir uns, wenn wir mehr freie Zeit hätten und das, was wir dann machen, auch mal Spaß macht oder einfach nur für uns ist. Ergebnisse der Zukunftswerkstatt auf der Sommerfreizeit des CVJM Hamburg (Altona-Eimsbüttel)