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1. Wir sind anders! Unser Image - unsere Realität

Jugendlicher auf Podest im Museum
Zeichnung: Anne Bergfeld

Wie ist sie eigentlich, „die Jugend von heute“? Da hat jede_r schnell eine Schublade offen und der Blick auf Jugend ist dabei oft sehr einseitig und negativ. Ihr lasst euch nicht in eine Schublade stecken? Ihr habt eine eigene junge Realität und gestaltet euer Leben ganz unterschiedlich? Dann sagt uns, wie das aussieht!
Denn zu einer guten Jugendpolitik gehört es, dass sie sich dafür einsetzt, dass das öffentliche Bild der Jugend den jungen Menschen gerecht wird. Es gibt viele kluge Köpfe und Studien die sich damit beschäftigen. In den THEMENINFOS verschaffen wir euch einen kleinen Überblick zu dem Thema. Aber was bedeutet das praktisch? Ihr seid selbst die Expert_innen und braucht nicht viel Input zu diesem Thema. Sagt uns eure Meinung!

Was sollte die Öffentlichkeit zu „der Jugend von heute“ wissen? Wie nehmt ihr euer Image wahr und was stört euch dabei? Welche jungen Realitäten sollten stärker beachtet werden?                                                                            

                                                                                            

 

Die Beitragsphase ist bereits vorbei.

Die Gesellschaft erwartet von Studienabgängern umfassendes Fachwissen, Praxiserfahrung, Lebenserfahrung, Flexibilität und, und, und… Wer bekommt da noch ein zufrieden und glücklich machendes Sozialleben hin?


Meine Lebenswelt: Freunde, Spaß, unternehmungslustig sein, neugierig sein, das Leben genießen, Internet, Handy, wenig Schlaf, (das Leben) genießen, Lebensfreude!


Jugend in meinen Augen: Mobiltelefonsüchtig, machen öfter die Nacht durch, sind neugierig, haben Beziehungen, treffen Freunde, trinken Alk, rauchen Zigaretten, machen Sport, werden frecher.


Manchmal habe ich das Gefühl, dass Menschen, deren Studium schon länger zurückliegt, nicht wahrnehmen wollen, wie sehr sich das Studienleben verändert hat. Der Druck von außen , aber auch Erwartungen haben sich verändert.


Was mich an der Öffentlichkeit stört ist, dass sie immer sehr negativ über die Jugend denkt.


Die Öffentlichkeit sollte von der Jugend wissen, dass es ganz liebe, interessierte Menschen sind, die einfach die Welt kennen lernen wollen.




Jugendliche empfinden die Forderung nach politischer Partizipation, zur Verbesserung ihrer Situation und der Situation der Gesellschaft, als bloße Farce.

Machthungrige Politiker, die ihre Meinung bei Bedarf im Eiltempo ändern sind für die Jugendlichen keine vorbildlichen Repräsentanten eines demokratischen Systems, in welchem jeder versuchen kann, seine Ideale zu verwirklichen. Der Fraktionszwang in den Parlamenten trägt hierzu maßgeblich bei. Die Tatsache, dass viele Jugendliche sich nicht politisch engagieren und oftmals nicht wählen gehen liegt meiner Ansicht nach an vielen dieser oben genannten Umstände,weshalb es sich beim scheinbaren Desinteresse der Jugend auch um den Ausdruck eines stillen, jedoch unzureichenden Protestes gegen die Möglichkeiten der politischen Partizipation in den Parteien, sowie in der Gesellschaft im Allgemeinen handelt.


Im Gespräch mit scheinbar desinteressierten Jugendlichen lässt sich oftmals recht schnell feststellen, dass diese keine Plattformen zur Umsetzung ihrer Ideen sehen und sich deshalb vom Gedanken, gesellschaftliche Missstände zu beseitigen recht schnell verabschieden.

Die heutige Generation scheint nur auf den ersten Blick politisch desinteressiert zu sein. Es gibt zu viele Hürden, welche die politische Partizipation erheblich erschweren. Hierbei lassen sich viele Beispiele aufführen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass in den großen politischen Parteien Jugendliche sich erst „hochdienen“ müssen, bevor ihr Wort Gehör findet. Wer sich nicht hauptberuflich mit der Politik beschäftigen möchte, empfindet dies als unheimlich kraftraubend und zeitraubend.Somit werden keine großen Massen an jungen Menschen für die politische Partizipation zu überzeugen sein. Hinzu kommt das allgemeine „Ohnmachtsgefühl“ gegenüber den „Mächtigen“ der Welt, welche durch Lobbyismus eine ungeheure Machtfülle besitzen. Die Macht der Banken und Finanzwelt, sowie der Großkonzernen scheint uneinschränkbar. Viele außerparlamentarische Bewegungen kamen aus Studentenbewegungen und wurden maßgeblich von jungen Menschen und Jugendlichen beeinflusst. Die 68er Generation, die „Anti-Atom-Bewegung“ in den 80er Jahren, sowie die „Blockupy-Wallstreet“-Bewegung. Diese haben jedoch allesamt gemeinsam, dass sie viele ihrer Forderungen nicht durchsetzen konnten. Die heutige Generation sieht sich zudem mit enormen Herausforderungen eines immer globaler agierenden Arbeitsmarktes konfrontiert, in dem das Konkurrenzdenken zwischen den Menschen in einer Generation immer weiter auf die Spitze getrieben wird. Dies führt dazu, dass junge Menschen durch ihre beruflichen Anstrengungen wenig Zeit und Energie haben, sich politisch, gesellschaftlich und sozial zu engagieren. Das momentane politische System scheint in immer stärkere, feste Strukturen zu verfallen. Die Errungenschaften politischer Parteien auf demokratischer Ebene zur Schaffung einer gerechteren und sozialeren Welt scheinen nur langsam stattzufinden. Die Ergebnisse dieser Anstrengungen gehen vielen Jugendlichen nicht weit genug, weshalb diese frustriert sind.