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2. Demokratiescouts- und Peers – Können sie mehr Partizipation in die Kommune bringen?

Wie kann die Beteiligung junger Menschen verbindlich in der Kommune verwirklicht werden? Ein Vorschlag der Fachleute lautet: Demokratiescouts  und –peers (DSPs) sollen Beteiligungsmöglichkeiten schaffen, aufzeigen und unterstützen!

Sie  finden euch oder ihr findet sie - Die „Scouts“ sollen erwachsene Fachkräfte sein, die zu den Jugendlichen gehen und ihnen aufzeigen wo sie sich wie beteiligen können. Sie sollen die Schnittstelle zwischen den jungen Menschen und den (politischen) Entscheidungsträgern sein. Auch Jugendliche selbst  sollen als Demokratiepeers diese Partizipationsprozesse unterstützen und z.B. bei der Ansprache junger Menschen helfen. Schließlich sollt ihr so dazu angeregt werden euch zu engagieren und dabei unterstützt werden an euch betreffenden Entscheidungen mitzuwirken.

Wie sich die Fachleute das vorstellen, haben wir in den >>> THEMENINFOS für euch zusammengestellt. Vieles davon ist jedoch noch sehr offen – denn wie die DSPs letztlich genau funktionieren, darauf haben sich die Expert_innen noch nicht geeinigt. Werft doch mal einen Blick hinein und gebt den Fachleuten ein Feedback  zu ihrem Konzept.(Foto: karla_k_flickr.com)

Was haltet ihr von der Idee? Wie könnten Demokratiescouts jungen Menschen konkret helfen? Kennt ihr schon ähnliche Angebote? Wo seht ihr in der Umsetzung Gefahren, wo Potentiale?

Die Beitragsphase ist bereits vorbei.

Wie wird denn sicher gestellt, dass die Entscheider dann auch auf Jugendliche hören? Dafür braucht es Verständnis und Veränderung seitens der Erwachsenenstrukturen und Macht seitens der Interessenvertretungsstrukturen der Jugend. DSP scheinen das nicht leisten zu können.

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In Kommunen gibt es doch schon oft Strukturen, die sich für Jugendliche einsetzen. Die sollten erstmal gestärkt werden bevor neue Strukturen aus dem Boden gestampft werden.

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Klar brauchen Jugendliche immer wieder die Unterstützung von Erwachsenen wenn es darum geht, ihre Interessen durchzusetzen. Aber das die müssen wirklich nur unterstützen! Wenn "Demokratiescouts" sich auf die Suche nach Jugendlichen machen, die sie bespassen können geht das schnell nach hinten los.

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Erstmal den Namen ändern! Wieso sollen Jugendliche nicht selbst Scouts sein können?

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Gefahr: Die/der JugendpflegerIn macht den Job halt mit und sucht sich irgendwo auf der Straße ein paar Jugendliche, die zu Demokratiepeers werden Potenzial: Jugendpol. starke komm. Jugendringe, die sich als Lobby für alle Kinder und Jugendlichen sehen und ein starkes Gegenü. für Politik&Verwaltung

Wir brauchen überall auf der kommunalen Ebene starke freie Träger, die Jugendpolitik als ihre Aufgabe begreifen und die dafür die notwendigen Ressourcen haben, um unabhängig von der/dem BürgermeisterIn junge Menschen dabei unterstützen können, ihre Meinungen zu äußern und in politische Prozesse einzutragen. Daher ist es wichtig, dass die Scouts bei freien Trägern beschäftigt sind und nicht in der Stadt-/Kreisverwaltung. Nur so ist Unabhängigkeit und demokratische Kontrolle (z.B. durch die Vollversammlung eines Jugendrings, bei dem der Scout beschäftigt ist) möglich.

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Ja, DSPs können - wenn sie richtig verstanden und installiert werden - ein gutes Instrument für eine Stärkung der Jugendpolitik auf der kommunalen Ebene sein.

Wichtig ist, dass Jugendverbände und Jugendringe auf der kommunalen Ebene als Interessenvertretungen für die Belange junger Menschen ernst(er) genommen werden. Sie müssen das wichtigste Gegenüber für KommunalpolitikerInnen sein, wenn es um die Interessen junger Menschen geht. DSPs können, wenn Sie bei diesen Orgas angesiedelt sind, dabei unterstützen, dass sich Jugendverbände und Jugendringe vor Ort stärker politisch engagieren. Dafür ist es wichtig, dass a) die Demokratiescouts JugendleiterInnen aus den Verbänden und weitere interessierte junge Menschen qualifizieren und unterstützen, damit diese ihre eigenen jugendpolitischen Projekte durchführen können b) DSPs kommunalpolitische und jugendrelevate Informationen so aufbereiten, dass junge Menschen davon wissen und sich selber eine Meinung bilden können c) DSPs nicht losgelöst von den Jugendverbänden/Jugendgruppen vor Ort betrachtet werden, sondern Jugendleiter-innen dieser Gruppen zu Demokratiepeers werden. d) die kommunalen Netzwerke der Jugendarbeit/Jugendringe als Sprachrohr für die Interessen aller junger Menschen gesehen werden und diese Netzwerke auch die Ressourcen bekommen, um Träger von Beteiligungsprojekten sein zu können.

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Jugendverbände übernehmen bereits heute die Aufgaben von "Demokratiescouts". Anstatt neue Strukturen zu erfinden, sollten lieber Jugendverbände in ihrer guten Arbeit unterstützt werden, auch finanziell!

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Fortbildungen in partizipativer Methodik gewährleisten zu wollen, erachten wir als gut – dabei präferieren wir jedoch Fördermodelle, die es den Verbänden und/oder Jugendringen ermöglichen, Weiterbildungen auf diesem Themengebiet anzubieten und durchzuführen.

Bei dem DSP-Konzept wird u.a. missachtet, dass Jugendverbände eigene, grundsätzliche und weitergehende Demokratievorstellungen haben und diese im Verbandsalltag tatsächlich leben.

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