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1. Welche Kenntnisse und Fähigkeiten, die junge Menschen im Rahmen der außerschulischen Bildung erwerben, haltet Ihr für besonders wichtig?

  • Welche Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben junge Menschen bei außerschulischen Bildungsangeboten und Gruppenaktivitäten?
  • Welche der außerschulisch erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten spielen Eurer Meinung nach eine besondere Rolle und warum?

Es handelt sich beispielsweise bei den Pfadfindern um eine individuelle Begabtenförderung, da die vielseitigen Aufgabenfelder erlauben eigene Fähigkeiten einzubringen, diese auszuprobieren und weiterzuentwickeln.

Lagerküchenchef, Materialwart und Lagerlogistik, Schatzmeister und Vorstand, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Internet- und Homepagegestaltung, Hüttleswart, Feuermeister, Organsiation von Festen, Feiern, Lager und Fahrten, Projektmanagement von Bauprojekten und Veranstaltungen, Anleitung von Gruppen, Gitarrenspielen, Singen und Musizieren, Hsportliche Herausforderungen beim Klettern, Wandern oder Kanufahren lösen, mit dem Förster auf Wildschweinjagdt, die Tiere ausnehmen und Schlachten, Würste herstellen, Fellgerben, Bogenschießen, Die Liste mit Möglichkeiten, die besondere Begabungen einzubringen ist unendlich vielseitig. Warum gerade die Pfadfinder so viele erfolgreiche Politiker und Manager hervorgebracht haben liegt auf der Hand. An keinem anderen Platz in unserem Bildungssystem lernt man insbesondere diplomatische Fähigkeiten besser als in der praxisnahen und lebensweltorientierten außerschulischen Jugendbildung.


Förderung der Kreativität und Unternehmergeist.

Der Aspekt der "Freiwilligkeit" ist ein sehr hoches Gut der außerschulischen Jugendbildung. Dem zugrunde liegt weder ein "Lehrplan" im klassischen Sinne oder eine "Leistungsüberprüfung". Was hier geschaffen wird, wird mit dem Herzen, aus Liebe zur Sache und in Freiheit geschaffen, die zuerest die Grundbedürfnisse des Erschaffers decken. Die außerschulische Jugendbildung eröffnet als einziges Bildungssystem "Nicht-Leistungsbezogene" Lernräume, die jeden Schüler lernen lassen, wie man "Leben" und wertvolle "Lebenszeit" gewinnbringend und sinnstiftend gestaltet.


problemlösungsorientiertes Arbeiten, Konflikte erkennen und bearbeiten,

Neben den eigenen Interessen stehen viele weitere Anforderungen, Hier werden konstruktive Wege erarbeitet, um möglichst viele Interessen zu berücksichtigen, bzw. um eine zukunftsweisende Gewichtung vorzunehmen. Hier kann man Meinung vertreten oder eigene Interessen zugunsten anderer zurücknehmen


In Gruppen reden

Man lernt, es auszuhalten, dass man im Mittelpunkt steht. Dafür muss man sich intensiver vorbereiten und kann gestärkt aus dem Prozess herausgehen, egal, ob man sich durchgesetzt hat oder nicht. Das formt die eigene Persönlichkeit.


Man erfährt demokratische Strukturen

Nicht allein die Meinung zählt, sie muss auch in der richtigen Struktur vertreten werden. Diese Wege uns damit verbundene Strategien lernt man live kennen.


Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, Organisation, wertschätzender Umgang mit Menschen, sowie ein umfassenderes Werteverständnis, Denken außerhalb vorgefertigter Strukturen und somit auch das Bilden einer eigenen Meinung


Vor allem bei den Pfadfindern lernt man nicht nur viele handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch Fähigkeiten, die für die Haushaltsführung fundamental sind.

Dazu gehören z.B. Essenszubereitung (beispielsweise Kartoffeln schälen) oder Sägen. Viele Kinder lernen solche Dinge zu Hause nicht mehr.


Bei den Pfadfindern lernt man, den Weg der Nahrung vom Anfang bis zum Ende nachzuvollziehen. Ich halte dies für eine nachhaltige Lebensweise sehr wichtig.

Wir haben z.B. in einem Lager zusammen mit den Kindern Fische gefangen, Beeren gesammelt oder Pilze gesucht und diese mit den Kindern zusammen zubereitet und gegessen.


In Gruppendynamischen Übungen lernen die Kinder sich in einer Gruppe zurechtzufinden. Dies ist nicht nur im Berufsleben wichtig, sondern auch in der Schule, da immer mehr Wert auf Gruppenarbeiten gelegt wird.


Neues Wagen, aus dem Alltag ausbrechen, querdenken, Teamfähigkeit, Rücksichtnahme, Umgangsformen, demokratische Entscheidungswege, Minderheitenschutz, Gruppendynamik, Experimentierfelder nutzen, die Welt selber gestalten, sich nicht mit alten Antworten zufrieden geben, Initiative ergreifen, netzwerk