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03 Jugend in der digitalen Welt


Rodion Kutsaev | Unsplash (Freie Lizenz)

Alles läuft im Netz. Aber nicht alles läuft dabei auch gut. Es ist nicht leicht für junge Menschen in der Schule, auf dem Land oder in öffentlichen Räumen im Internet zu surfen. Auch weil Hass, Sicherheit und falsche Infos echte Herausforderungen sind.

 


Jeder Bürger hat ein Anrecht auf den Schutz seiner Privatsphäre + seiner persönlichen Daten im Internet. Denn auch hier müssen Grundrechte gewahrt werden, sodass beispielsweise Chatverläufe der Geheimhaltung unterliegen und nicht publiziert oder von Dritten mitgelesen werden dürfen.


Wir fordern mehr Transparenz und Kontrolle bei der Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten.

Die Einsicht in die gespeicherten personenbezogenen Daten muss für die Bürger schneller und unbürokratischer erfolgen, zum Beispiel durch automatisierte Abrufmöglichkeiten. Dabei ist zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht, die aktuell geltende Auskunftspflicht in eine Mitteilungspflicht aufzuwerten. Ein entsprechendes Verfahren ist von unabhängiger Stelle zu kontrollieren. Dabei sind auch die von den verarbeitenden Stellen eingesetzten Algorithmen regelmäßig zu prüfen.


Sobald Daten von den Verbraucher auf Webseiten erhoben werde, sollten Unternehmen transparent auf die Möglichkeit eines Auskunftsverfahrens nach den Paragrafen 19 und 34 des Bundesdatenschutzgesetzes hinweisen.


Alle "nicht persönlichen" Daten sollten für die Öffentlichkeit jederzeit zugänglich und abrufbar sein (vgl. Informationsfreiheitsgesetz). Als öffentliche Daten sind nur solche anzusehen, die die Bürger bilden + informieren. Alle anderen persönlichen + privaten Daten sind schützenswert.


Damit die aktuellen Diskussionen über die Überwachung kritisch begleitet werden können, fordern wir, dass der Bundesbeauftragte für Datenschutz unabhängig von der aktuellen Regierung wird.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte darf nicht von der Bundesregierung vorgeschlagen werden. Dieses Vorschlagsrecht soll an die Opposition abgegeben werden oder er soll von der Judikative gestellt werden. Für alle Datenschutzbeauftragten muss es einen verbindlichen Rahmen für die Qualifikation inklusive einer Prüfung mit den Schwerpunkten IT und Recht geben.


Aufgrund der globalen Reichweite des Internets brauchen wir auf internationaler Ebene Lösungen zur Verbesserung des Datenschutzes. Hierfür könnte der Schutz der persönlichen Daten als Menschen- oder Bürgerrecht im EU-Recht und perspektivisch im Völkerrecht verankert werden.



Die EU muss klare Bedingungen für den Datenschutz an andere Länder stellen und auf Datenmissbrauch durch sie angemessen reagieren.

Quelle: • WebDays (2016): Dokumentation



Junge Menschen müssen besser überblicken können, was mit ihren Daten passiert, wenn sie einen Internetdienst benutzen. Dafür muss ein europaweites Erkennungssystem eingeführt werden, das z.B. wie bei Nahrungsmitteln mit Farben, Punkten oder Symbolen arbeitet.

Quelle: • WebDays (2016): Dokumentation