39 Beiträge

2. Mitmischen mit System: Wie sollte eine dauerhafte Jugendbeteiligung aussehen?

Mikrofon vor einem verschwommenen Hintergrund. Foto: Michael Scholl (CC: BY-NC 3.0)
Foto: Michael Scholl (CC: BY-NC 3.0)

Die meisten Erwachsenen in der Politik haben verstanden, dass junge Menschen beteiligt werden müssen. Dafür gibt es viele gute Beispiele – und leider auch viele schlechte. Immer wieder ist Jugendbeteiligung nur eine „Eintagsfliege“, beschäftigt sich nur mit Randthemen oder wird nicht ernstgenommen. Ein gutes System, über das junge Menschen dauerhalt an Politik beteiligt werden, fehlt an vielen Stellen.

  • Wie können junge Menschen und Jugendorganisationen regelmäßig und wirkungsvoll in politische Prozesse einbezogen werden?
  • Was müsste dafür an den bestehenden Formen von Jugendbeteiligung geändert werden?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das mit der dauerhaften Beteiligung auch funktioniert?

Entscheidungsträger_innen sollten Jugendringe und -organisationen in ihrer Rolle als Interessensvertretung junger Menschen anerkennen und ihnen einen klaren Rahmen geben, der ihre Unabhängigkeit und Mitwirkung an Entscheidungsprozessen sicherstellt.

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Passgenaue Beteiligungskonzepte sind entscheidend. Nicht alle Jugendlichen fühlen sich durch alle Angebote gleichermaßen angesprochen oder nutzen dieselben Zugänge. Dafür braucht es jeweils passende Angebote, Ausdrucksformen und Gesprächsräume.

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Die politische Bildung – innerhalb und außerhalb der Schule - sollte ausgebaut werden. Sie sollte junge Menschen dabei unterstützen, die gesellschaftlichen und politischen Umstände aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren und ihre eigenen Positionen dazu zu entwickeln.

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Jugendhilfeausschüsse sind zentrale Einrichtungen, die die Beteiligung junger Menschen bereits ermöglichen und sie konkret in politische Entscheidungsprozesse einbinden. Dieses Beteiligungsmodell sollte erhalten und ausgebaut werden.

Jugendhilfeausschüsse sind die wichtigsten Instrumente der Interessensvertretung von Kindern und Jugendlichen in der Kommunalpolitik. Zusammen mit der Verwaltung bilden sie das Jugendamt. Die Jugendhilfeausschüsse setzen sich aus Vertreter_innen der Politik, den sogenannten Öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe (Kreise, kreisfreie Städte und Kommunen) und Vertreter_innen der Freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe (zum Beispiel Jugendverbände, Anbieter von außerschulischen Bildungs-, Sport- und Freizeitangeboten) zusammen. Zudem können auch aktive Jugendliche oder Schulsprecher_innen als beratende Mitglieder berufen werden. Aufgabe der Jugendhilfeausschüsse ist es, die Kinder- und Jugendpolitik vor Ort zu lenken, zu planen und mitzubestimmen. Das heißt, sie reden mit, wenn es zum Beispiel um Angebote für Kinder und Jugendliche, die Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule oder auch die Beteiligung junger Menschen an kommunalen Entscheidungen geht. Weitere Infos: http://www.dbjr.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/Brosch%C3%BCre_JHA.pdf

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Jugendliche müssen gezielt über bestehende Beteiligungsmöglichkeiten informiert werden. Die Informationen sollten klar, gut verständlich und altersgemäß sein.

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Bei Jugendbeteiligungsprozessen sollten die Qualitätsstandards des Nationalen Aktionsplans „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für die 14 allgemeinen Qualitätsstandards, die für alle Beteiligungsprozesse gelten.

Die 14 allgemeinen Qualitätsstandards kann man hier herunterladen: http://www.kindergerechtes-deutschland.de/cms/upload/Themenveranstaltung/Beteiligung/NAP_Qualittsstandards_Beteiligung.pdf (173KB)

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Der Mehrwert und die Vorteile von Jugendbeteiligung für politische Prozesse sollten von Entscheidungsträger_innen und allen anderen jugendpolitischen Akteuren anerkannt und betont werden.

Zum Beispiel bringt Jugendbeteiligung innovative Ideen hervor, verbessert politische Entscheidungen und fördert die gesellschaftliche Integration.

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Damit es keine falschen Erwartungen gibt, müssen alle Beteiligten über die Chancen und Grenzen eines Beteiligungsprozesses informiert werden.

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.

Beteiligung ist kein Selbstzweck – die Auseinandersetzung mit konkreten Themen und daraus entwickelte Ziele und Konsequenzen sind wesentlich. Junge Menschen engagieren sich nur, wenn sie einen Sinn für sich darin erkennen und es nicht mehr Zeit braucht, als sie neben Schuledafür aufbringen können.

Derzeit gibt es keine Reaktionen zu diesem Beitrag.