Der Deutsche Bundesjugendring setzt seit 2010 konkrete Partizipation junger Menschen an politischen Entscheidungsprozessen auf Bundesebene und mit europäischer Reichweite um. Diese Beteiligungsrunde hat von Juni 2014 bis Dezember 2015 im Rahmen des Strukturierten Dialogs stattgefunden. Junge Menschen und politische Entscheidungsträger_innen haben sich in einem europaweiten Prozess mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten junger Menschen gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilnehmen zu können beschäftigt.
 

Darum ging’s

Es gibt viele Gruppen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mitten in der Gesellschaft stehen, sondern mehr oder weniger außen vor bleiben: weil sie arm sind, eine andere Hautfarbe haben, auf der Straße leben, langsamer lernen, keinen Arbeitsplatz finden... Das betrifft vor allem auch junge Menschen. Sie sind oftmals stärker von sozialer Ausgrenzung betroffen als andere Bevölkerungsgruppen. Das muss sich ändern.

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Das Zauberwort dafür heißt „Inklusion“. Der Begriff kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet „beinhalten“, „einschließen“ oder „umzingeln“. Übertragen heißt das, dass alle gleichberechtigt an allen Lebensbereichen teilnehmen können, dass niemand ausgeschlossen oder ausgegrenzt wird und dass alle akzeptiert werden - so wie sie sind. Verschiedenheit wird als Bereicherung für die Gesellschaft angesehen und alle arbeiten aktiv daran, Barrieren – echte und auch solche im Kopf - abzubauen, damit alle am gemeinsamen Lernen, Arbeiten, Wohnen, Freizeitvergnügen, Verbandsleben… teilnehmen können.

Bis das Ziel solch einer Gesellschaft erreicht ist, bleibt noch viel zu tun. Viele Gruppen, Vereine und Verbände, politisch Verantwortliche und Behörden in den Städten und Kommunen, in den Bundesländern und im Bund setzen sich für Inklusion sein. Auch die Europäische Union ist dabei nicht untätig: Für eineinhalb Jahre war die Inklusion junger Menschen das Schwerpunktthema in der europäischen Jugendpolitik. Und dabei waren eure Meinungen, Ideen, Vorschläge und Forderungen gefragt – und die von Jugendlichen und Jugendgruppen in allen anderen EU-Ländern!

Was bedeutet Inklusion für euch? Wo seht ihr bei dem die größten Herausforderungen für junge Menschen? Was muss eurer Meinung nach getan werden, um es allen jungen Menschen zu ermöglichen, an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilzuhaben?

Um diese Fragen ging es in der 1. Runde von "hochINKLUSIV - Mittendrin statt außen vor".