Hintergrundinfos

Die Beteiligungsrunde „emPOWER•me! Politik mitdenken • mitgestalten • mitbestimmen“ war Teil eines längeren, europaweiten Prozesses im Rahmen des Strukturierten Dialogs, der sich mit dem Empowerment junger Menschen beschäftigt hat und was junge Menschen brauchen, damit ihre politische Partizipation gelingt. Hier erfahrt ihr mehr über die einzelnen Schritte und den Zeitplan (Wir haben uns dazu entschieden, die Zeitleiste von unten nach oben aufzubauen. Für Neueinsteiger_innen heißt das: Bitte von unten anfangen zu lesen.)

In einem eineinhalbjährigen Dialogprozess wurden europaweit von jungen Menschen und Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung gemeinsam Ideen und Vorschläge entwickelt. Dies geschah in drei aufeinander aufbauenden Schritten: Orientieren - Beteiligen - Konkretisieren.

Jeder der drei Schritte wurde durch Aktivitäten in Deutschland vorbereitet und durch eine EU-Jugendkonferenz abgeschlossen. Dort wurden die gebündelten Vorschläge aus Deutschland von Jugend- und Ministeriumsvertreter_innen mit den Ergebnissen aus den anderen Mitgliedsstaaten zusammengeführt. Die Ergebnisse einer EU-Jugendkonferenz bildeten dann jeweils die Grundlage für den nächsten Schritt.

 

Hier könnt ihr euch Schritt für Schritt durch den Prozess klicken:

Ausführliche Beschreibung:

Ergebnis (ab Dezember 2015)

Nachdem das offizielle Dokument verabschiedet wurde, lag der Ball bei den Verantwortlichen in den EU-Ländern und den EU-Institutionen: Sie waren aufgefordert, sich mit den Ergebnissen des Prozesses zu beschäftigen und den Worten – soweit möglich – auch Taten folgen zu lassen, um so die politische Beteiligung junger Menschen voranzubringen. Denn die Empfehlungen des EU-Jugendministerrats sind für die EU-Mitgliedsländer nicht bindend.

Die Aktiven im Strukturierten Dialog machten und machen sich aber dafür stark machen, dass die im Dialogprozess entwickelten Empfehlungen auch in konkrete politische Aktivitäten umgesetzt werden. Schließlich stehen viele Tausend engagierte junge Menschen und zahlreiche politische Entscheidungsträger_innen dahinter!

 

EU-Jugendministerrat (November 2015)

Die endgültigen Empfehlungen wurden nach der Konferenz an die EU-Jugendminister_innen. Dieses berieten dann darüber, welche Punkte sie aufgreifen und in ein offizielles Dokument des EU-Jugendministerrats als Handlungsempfehlungen für die EU-Länder und die EU-Kommission aufnehmen wollten. Dieses offizielle Dokument („Entschließung“) wurde Ende November 2015 verabschiedet.

 

EU-Jugendkonferenz in Luxemburg (September 2015)

Das Feedback aus den EU-Ländern floss als Input in die dritte und letzte EU-Jugendkonferenz des Prozesses ein. Dort entwickelten die Jugend- und Ministeriumsvertreter_innen dann die endgültige Version der gemeinsamen Empfehlungen und einen „Werkzeugkasten“ mit Umsetzungsvorschlägen.

 

Dialogveranstaltung „JuPiD 2015 - Jugend und Politik im Dialog" in Berlin (Juni 2015)

In Deutschland war die Veranstaltung „JuPiD 2015 - Jugend und Politik im Dialog“ die zentrale Aktivität während der Feedback- und Konkretisierungsphase. Rund 50 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland kamen zusammen, um drei Tag lang miteinander und mit Dialogpartner_innen aus Politik und Verwaltung darüber zu diskutieren, wie die politische Beteiligung junger Menschen vorangebracht werden kann. Grundlage für die Diskussionen waren die Empfehlungen der EU-Jugendkonferenz in Riga und die Ergebnisse der Beteiligungsrunde in Deutschland.

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Debatte im EU-Jugendministerrat (Mai 2015)

Nicht nur in den Mitgliedstaaten wurden Aktivitäten organisiert. Im Mai 2015 beschäftigeten sich auch die EU-Jugendminister_innen mit den Empfehlungen der EU-Jugendkonferenz in Riga. Ihr Austausch wurde öffentlich übertragen.

 

3. Schritt: Konkretisieren (April 2015)

Ab April 2015 ging’s dann auf die Zielgerade: In allen EU-Mitgliedstaaten sollten junge Menschen mit politischen Akteur_innen und Expert_innen über die Empfehlungen der EU-Jugendkonferenz in Lettland diskutieren und konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln.

 

EU-Jugendkonferenz in Riga/Lettland (März 2015)

Die Ergebnisse der Beteiligungs- und Diskussionsrunden aus allen 28 Ländern wurden von rund 200 Jugend- und Ministeriumsvertreter_innen auf der EU-Jugendkonferenz in Riga diskutiert. Die Jugend- und Ministeriumsvertreter_innen entwickelten daraus 14 gemeinsame Empfehlungen zum Empowerment junger Menschen zur politischen Partizipation.

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2. Schritt: Beteiligen (November 2014 - Februar 2015)

Aufgabe in der Beteiligungs- und Dialogphase war es, die Meinungen, Vorschläge und Forderungen junger Menschen zusammenzutragen und diese mit politischen Akteur_innen zu diskutieren. Dafür wurden noch während der EU-Jugendkonferenz in Rom Leitfragen entwickelt. In allen EU-Mitgliedsländern organisierten Nationale Arbeitsgruppen anschließend  Beteiligungs- und Diskussionsrunden. Als Grundlage dafür entwickelte der Europäische Lenkungsausschuss aus dem Orientierungsrahmen heraus Leitfragen, die die Nationalen Arbeitsgruppen jeweils für ihr Land angepasst haben.

Aktivitäten in Deutschland

In Deutschland lief die Beteiligungsrunde unter dem Motto „[emPOWER•me!] Politik mitdenken • mitgestalten • mitbestimmen“. Dabei wurden mithilfe dieser Website zuerst die Meinungen, Vorschläge und Positionen von jungen Menschen und Jugendgruppen gesammelt. Danach konnten alle Interessierten über die gesammelten Beiträge abstimmen ud so mitentscheiden, welche Ergebnisse in die EU-Jugendkonferenz von Riga eingebracht werden sollten.

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EU-Jugendkonferenz in Rom/Italien (Oktober 2014)

Die Ergebnisse aus Deutschland wurden Mitte Oktober 2014 auf der EU-Jugendkonferenz in Rom mit den Beiträgen anderer EU-Länder zusammengebracht. Jugend- und Ministeriumsvertreter_innen diskutierten dort über die Grundsätze, Definitionen und Herausforderungen von politischer Partizipation junger Menschen und entwickeln einen Rahmen für den weiteren Dialog zum Thema.

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1. Schritt: Orientieren

Der Prozess begann mit der Orientierungsphase. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis des Themas zu entwickeln und den Rahmen für die weitere Arbeit festzulegen: Was verstehen Jugendliche, politische Akteur_innen und Expert_innen in den verschiedenen EU-Ländern unter dem Thema? Wo liegen die Probleme? Wo gibt es Handlungsbedarf? Und mit welchen Fragen wollen wir uns in den kommenden Monaten beschäftigen?

In jedem EU-Land wurde zum Thema recherchiert und diskutiert. Wie die Nationalen Arbeitsgruppen für den Strukturierten Dialog die Orientierungsphase in ihrem Land gestalten und die Informationen zusammentragen, konnten sie selbst entscheiden. Die Nationale Arbeitsgruppe in Deutschland hatte sich dazu entschieden, die Informationen aus bereits vorliegenden Dokumenten (Befragungen junger Menschen, Studien, Expertisen usw.) zusammenzustellen.

 

EU-Jugendministerrat (Mai 2014)

Die EU-Jugendminister_innen verabschiedeten offiziell das europäische Schwerpunktthema für den Zeitraum Juli 2014 bis Dezember 2015. Es lautete: Empowerment junger Menschen zur politischen Partizipation.