Umweltschutz und Nachhaltigkeit

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Umweltschutz und Nachhaltigkeit

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Junge Menschen 1 setzen sich in besonders intensiver Weise für ihre Umwelt und Nachhaltigkeit ein. Sie sorgen sich über die zunehmende Umweltzerstörung, wollen mehr über die Zusammenhänge erfahren und machen sich Gedanken, wie sie ihr eigenes Verhalten ändern können. Aber sie fordern auch, dass politische Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Umweltschutz geschaffen werden. Denn sie finden, Lösungen für Umweltprobleme sind komplex, bedürfen klarer Zielsetzungen und müssen realitätsnah sein.

Junge Menschen richten ihren Blick in besonderer Weise in die Zukunft und setzen sich für den Erhalt der Natur als Lebensgrundlage ein. Klar ist, dass das Klima geschützt werden muss und deshalb weniger Treibhausgase ausgestoßen werden dürfen. Eine klare europäische Gesetzgebung, welche die Umweltinteressen über wirtschaftliche Interessen stellt, ist dabei von wichtiger Bedeutung.

Umwelt schützen

Auch der Umweltschutz ist den Jugendlichen sehr wichtig: „Es gibt nur diese eine Erde. Damit auf ihr auch künftige Generationen leben können, muss der Umweltschutz stärker vorangetrieben werden!“ Die Jugendlichen fordern einen Ausbau der erneuerbaren Energien, ein Verbot von Plastiktüten, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, mehr Elektroautos und insgesamt eine ökologisch verträgliche Infrastruktur.

„Die Klimaschutzziele müssen eingehalten werden. Deutschland ist gerade dabei, diese zu verfehlen.“

Beitrag aus der Beteiligungsrunde „du »EUROPA» wir“

Bewusstseinsbildung muss mehr gefördert werden!

Junge Menschen möchten ihre Umwelt schützen und nachhaltig gestalten. Sie sehen dabei vor allem Bewusstseinsbildung als wichtiges Instrument, um den Umweltschutz zu verbessern. Ein reflektierter Umgang mit Themen wie Überproduktion und Wegwerfen von Lebensmitteln ist jungen Menschen dabei genauso wichtig wie eine allgemeine Bildung für nachhaltige Entwicklung.

 

Junge Menschen fordern daher:

  • Die Europäische Union soll die Bildung für nachhaltige Entwicklung verstärkt fördern.
  • Verankerung von Umweltbildung in der Schule.
  • Den Ausbau eines ökologischen Freiwilligendienstes.
Europa

ejaugsburg / Pixabay (CCO)

Veränderung und Umdenken für eine bessere Zukunft

Ob beim Verkehr, der Landwirtschaft oder der Entwicklung von umweltfreundlichen Technologien, junge Menschen wünschen sich eine Veränderung der aktuellen Situation und setzen sich für eine lebenswerte Zukunft ein. Die Förderung von biologischen und regionalen Produkten liegt ihnen dabei genauso am Herzen wie der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln, Carsharing-Konzepten und Radwegen. Junge Menschen wünschen sich eine aktive Suche nach Alternativen für Plastik sowie die Forschung an Elektro- und umweltfreundlicheren Schiffsmotoren, neuen Wegen der Energiespeicherung sowie der Energiegewinnung durch die Fusion von Atomkernen.

„Umweltverschmutzung verhindern! Welt für nächste Generationen schützen!“

Beitrag aus der Beteiligungsrunde „Das muss sein!“

Eine Ökonomie zum Wohle aller Menschen

Für junge Menschen ist wichtig, dass die Bewahrung der natürlichen Ressourcen und deren nachhaltiger Einsatz gesichert und ein großes Thema in einer guten Jugendpolitik werden muss. Diese gute Jugendpolitik müsse sich weiterhin für eine Ökonomie aussprechen, welche dem Wohle aller in der Gesellschaft diene. Die wirtschaftlichen Interessen (zum Beispiel von Unternehmer_innen, Fabrikbesitzer_innen, Landwirt_innen) dürfen deshalb nicht wichtiger sein als der Umweltschutz. Junge Menschen fordern deshalb von der Europäischen Union ein Umweltrecht, das eine klare Gesetzgebung hat und bei dem die Kontrollen und Anreizsysteme gut funktionieren.

Junge Menschen fordern daher:

  • Hohe europaweite Standards für die Herstellung und den Handel von Lebensmitteln.
  • Eine starke Förderung von Forschung zu umweltfreundlichen Technologien (wie z. B. Elektroautos).
  • Eine Förderung von regionalen und biologisch produzierten Produkten, damit sie erschwinglich bleiben.
  • Den Ausbau von Radwegen, öffentlichem Verkehr (v. a. Bus und Bahn) sowie von Carsharing.
  • Weniger Einsatz von Chemikalien wie Pflanzenschutzmittel oder Dünger.
  • Den Erhalt von Biodiversität (z. B. alte Obstsorten).
  • Eine Verringerung von Massentierhaltung und die Förderung von vegetarischer Ernährung.
  • Ein Verbot von Plastiktüten.
  • Die Förderung von erneuerbaren Energien.
  • Belohnungen und Anreize für Unternehmen mit einer guten Sozial- und Umweltbilanz.

1Seit 2010 haben junge Menschen an den Beteiligungsprojekten des DBJR teilgenommen. Ihre Positionen zu (jugend)politischen Themen wurden gesammelt und in Politikprozesse eingebracht (››Prozesse). Dabei herausgekommen ist eine Bandbreite an Forderungen, die nicht repräsentativ sind, aber einen Einblick in die Themen geben, die den Teilnehmenden wichtig sind (››junge Themen).