DiskursWerkstatt „Zuhören statt fragen – Beteiligung von den jungen Menschen aus“

19.Juni,Hannover

DiskursWerkstatt „Zuhören statt fragen – Beteiligung von den jungen Menschen aus“

Print Friendly, PDF & Email

Junge Menschen wollen nicht immer nur dort und dann mitreden, wenn es gerade passt. Sie haben nicht erst eine Meinung, wenn sie gefragt werden. Wie können wir ihnen besser zuhören und Beteiligung stärker von den jungen Menschen aus denken und gestalten?

„Zuhören statt Fragen“ ist die Aufgabe für Praktiker_innen der Jugendbeteiligung sowie Akteure aus Politik und Verwaltung. Bei dieser DiskursWerkstatt stellt der Deutsche Bundesjugendring drei Ideen vor, die er im Rahmen der Werkstatt MitWirkung entwickelt und zum Teil erprobt hat. Gemeinsam wollen wir Zielstellungen, Schwierigkeiten und Optionen diskutieren und für den weiteren Diskurs, die Umsetzung oder die Weiterentwicklung dessen konkretisieren.

Piotr Paluchowski (CC BY-NC 3.0 DE) | Ausschnitt

Fragen die wir uns stellen:

  • Wie können die für einen Prozess gesammelten Meinungen junger Menschen für weitere Prozesse bzw. eine wirksame Lobbyarbeit genutzt werden?
  • Wie kann man jungen Leuten zuhören ohne zu lauschen? Welche Aussagen oder Äußerungen von jungen Menschen dürfen aufgegriffen werden?
  • Wie gestalten wir Beteiligungsformate niederschwelliger, so das man junge Menschen dort abholt, wo sie sich befinden?

Die Zielstellung der Veranstaltung ist es, mögliche Ansätze zu sammeln und neue Ideen zu formulieren, die gute und wirkungsvolle Beteiligung fördern. Damit wollen wir den Diskurs zu diesen Fragen in Gang bringen. Eingeladen sind Praktiker_innen aus Jugendarbeit, Jugendverbänden und Jugendringen sowie aus weiteren Beteiligungskontexten.

Die Anmeldefrist ist abgelaufen und alle Plätze sind bereits belegt.

Programm

Dienstag, 19. Juni 2018, 10:00-16:30 Uhr

HINTERGRUND UND BISHERIGE ERFAHRUNGEN

Was bedeutet „zuhören“ und was wurde zu diesem Aspekt schon ausprobiert?

AUSTAUSCH & DISKUSSION IN DER ARBEITSGRUPPEN

  1. „Zuhören statt fragen, denn #jungeThemen sind keine Eintagsfliegen“: Nutzen bereits gesammelter Forderungen und Meinungen junger Menschen für kommende Beteiligungsaktivitäten.
  2. „Zuhören statt fragen, denn junge Menschen sagen ihre Meinung“: Neue Wege denken.
  3. „Zuhören statt fragen, dort wo die jungen Menschen sind“: Aufsuchende Jugendbeteiligung on- und offline/ niederschwellige Formate gestalten.

FAZIT

Gemeinsame Ansätze und Ideen für den weiteren Diskurs (Wie geht’s weiter? Lobbyarbeit stärken)

Arbeitsgruppen:

Arbeitsgruppe „Zuhören statt fragen, denn #jungeThemen sind keine Eintagsfliegen“

Bei der Beteiligung junger Menschen gibt es stetig wiederkehrende Themen. Manchmal werden sie mit Blick auf einen konkreten Prozess etwas spezifiziert, selten werden Fragen gestellt die völlig neue Erkenntnisse erwarten lassen. Die verschiedenen Beteiligungsaktivitäten berühren verschiedene Ebenen oder Zusammenhänge und die gesammelten Ergebnisse werden nur gelegentlich an anderen Stellen wieder aufgegriffen. Im Rahmen der DBJR-Beteiligungsprojekte wurden prozessübergreifend gesammelte Positionen nach Themen geclustert und durch weitergehende Recherchen um zusätzliche Positionen junger Menschen ergänzt. Diese „#jungeThemen“ wurden für folgende Beteiligungsprozesse genutzt um den Meinungen junger Menschen eine möglichst breite Wirksamkeit zu verschaffen. Zugleich wurde damit erprobt, wie dieser Ansatz in der Praxis funktioniert. Was sind Vor- und Nachteile an diesem Konzept? Wie kann dieser Ansatz sinnvoll umgesetzt werden?  Welche Aspekte müssen bei Zusammenstellung beachtet werden? Welche Vorteile haben Beteiligungsaktivitäten und Interessensvertretungen dadurch und wie können sie einbezogen werden? In dieser Arbeitsgruppe geht es darum die Ansätze, Erfahrungen und Einschätzungen vorzustellen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie es weiterentwickelt werden kann.

Arbeitsgruppe "Zuhören statt fragen, denn junge Menschen sagen ihre Meinung“

Viele jungen Menschen wollen sich nicht auf Kommando beteiligen. Lieber äußern sie sich, wenn sie es wollen und nutzen dazu die von ihnen favorisierten Kanäle. „Zuhören statt fragen“ ist also die Aufgabe. In der Werkstatt MitWirkung rauchen die Köpfe, denn was so einfach klingt, wirft viele Fragen auf. Was ist eine Meinung die öffentlich geäußert wurde um etwas zu bewirken und welche Aussagen sind nicht für uns bestimmt? Wie kann diese Idee auf den verschiedenen Ebenen (Kommune, Land, Bund, online, offline, …) funktionieren? Wo ist die Grenze zwischen niedrigschwellig und verzweckt? Welches sind die „Kanäle“ auf denen wir die Meinungen hören können? Wie können wir zuhören ohne zu lauschen? In dieser Arbeitsgruppe geht es darum einfach mal laut zu denken und gemeinsam zu diskutieren, ob/in welche Richtung hier weitergedacht werden könnte.

Arbeitsgruppe „Zuhören statt fragen, dort wo die jungen Menschen sind“

Partizipation fordert in der Regel eine Menge von jungen Menschen. Meist sollen sie zum scheinbar willkürlichen Zeitpunkt und im Rahmen eines festen Formats ihre Meinung sagen. Oft wird an einer Frage beteiligt, die für die Politik oder Verwaltung gerade wichtig ist. Jugend kann darauf reagieren oder versäumt die Beteiligung. Wie können wir Formate für Beteiligung offener und an den jungen Menschen orientiert gestalten und zugleich die direkte Wirkung in konkrete Prozesse hinein ermöglichen? Wie kann niedrigschwellig und lebensnah an komplexen fachlichen Fragestellungen beteiligt werden? In dieser Arbeitsgruppe geht es darum gemeinsam zu diskutieren, wie bestehende Formate und selbstverständliche Arbeit vor Ort zusammengedacht werden können.

Organisatorisches:

Die DiskursWerkstatt „Zuhören statt fragen – Beteiligung von den jungen Menschen aus“ findet am 19. Juni 2018 in Hannover statt. Die Fahrtkosten nach Hannover sowie zum Tagungsort (Bahn, Fernbus, ÖPNV) werden erstattet und Verpflegung wird gestellt. Bei Bedarf kann der DBJR die Übernachtung (vor/nach der Veranstaltung) übernehmen. Die Anmeldefrist ist abgelaufen und alle Plätze sind bereits belegt.

Hinweis:

Die ursprünglich für den 19. Juni 2018 geplante DiskursWerkstatt „Jugendbeteiligung stärken“ wurde aus organisatorischen Gründen auf Herbst 2018 verschoben. Sie wird sich wie geplant sowohl an Praktiker_innen der Jugendbeteiligung als auch Entscheidungsträger_innen richten und die Ergebnisse der DiskursWerkstatt vom Mai 2018 zur Vielfalt und Zukunft von Jugendbeteiligung aufgreifen. Eine Einladung mit Termin und Ort folgt.

Tagungsort

Jugendherberge Hannover International

Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 1

30169 Hannover

Anreise per Bahn: Vom Bahnhof Hannover erreicht ihr die Jugendherberge per Stadtbahn – Linie 3 oder 7 (Richtung Wettbergen). Ihr fährt bis zur Haltestelle „Bahnhof Linden/ Fischerhof“. Anschließend folgt ihr der Beschilderung zur SwissLifeHall und HDI Arena und – ab dem Lodemannweg – den Hinweisschildern zur Jugendherberge.

Reisekostenerstattung

Die Fahrtkosten (Bahn 2. Klasse, ÖPNV, Fernbus) werden gemäß den Reisekostenbestimmungen des Deutschen Bundesjugendrings erstattet.

Die Erstattungsregeln im Detail:

Anreise mit der Bahn

  • Die Erstattung der Fahrtkosten erfolgt grundsätzlich auf Grundlage des Tarifs der Deutschen Bahn AG, 2. Klasse. Nutzt – sofern möglich – bitte BahnCard und/oder Sparpreise.
  • Wir erstatten keine Fahrtkosten, wenn eine kostenlose Beförderungsmöglichkeit zur Verfügung steht oder dienstlich bzw. privat beschaffene Fahrkarten (Netz- oder Zeitkarten, Jobtickets) verwendet werden können. Auch Zeitkarten, die teurer sind als die benötigten Fahrten zum und von Veranstaltungsort, wie beispielsweise Tageskarten, erstatten wir nicht. Reisende haben keinen Anspruch auf eine anteilige Erstattung anderer privater Fahrausweise (z.B. Jobticket).
  • Teilnehmende, die mit privater BahnCard 100 reisen, bekommen den Fahrpreis auf Basis der BahnCard 50, 2. Klasse abzüglich eines nutzbaren Großkundenrabattes erstattet.

Anreise mit dem Fernbus

  • Die Kosten für eine Anreise mit einem Fernbus erstatten wir, vorausgesetzt der Preis ist nicht teurer als eine Fahrt mit der Bahn (2. Klasse).

Anreise mit dem Auto

  • Die Kosten für die Reise mit einem privaten Pkw ersetzen wir nur in begründeten Ausnahmefällen. Setzt euch dafür bitte mit uns in Verbindung.
  • Die Fahrtkostenerstattung für die Nutzung eines privaten Pkw erfolgt auf Grundlage der Tarife der Deutschen Bahn AG, 2. Klasse BahnCard 50.

Anreise mit Bus / Straßenbahn / Ubahn / Sbahn

  • Die Tickets werden in der entstandenen Höhe erstattet (einfache Fahrten, keine Tagestickets).

Die Workshopreihe Diskurswerkstatt – Jugendbeteiligung gemeinsam weiterdenken:

Mit der Workshopreihe Diskurswerkstatt wollen wir mit verschiedenen Akteuren, konkrete Aspekte zum Thema Jugendbeteiligung diskutieren und dabei den Fokus auf die Umsetzung bzw. die Weiterentwicklung von Jugendbeteiligung legen. Denn Jugendbeteiligung wird immer selbstver­ständlicher aber dadurch wird sie noch nicht besser und junge Menschen haben noch viele Forderungen daran, wie Jugendbeteiligung besser werden soll (https://mitwirkung.dbjr.de/junge-themen/beteiligung/).

Übersicht der DiskursWerkstätten

  • „Die Macht der Worte – Jugendbeteiligung braucht verständliche Texte!“ (Workshop für Praktiker_innen der Jugendbeteiligung, Fokus: Training für Einfache Sprache, 20.-21.11. 2017)
  • „Wo stehen wir? Jugendverbände und Partizipation“ (Workshop für Multiplikator_innen aus Jugendverbänden und -ringen, Fokus: Partizipation als Selbstverständnis und Vielfalt in der Praxis, 28.11. 2017)
  • „Vielfalt und Zukunft von Jugendbeteiligung“ (Workshop für Praktiker_innen der Jugendbeteiligung, Fokus: Herausforderungen und Visionen, 17. Mai 2018)
  • „Zuhören statt fragen – Beteiligung von den jungen Menschen aus“ (Workshop für Praktiker_innen der Jugendbeteiligung, Fokus: Beteiligung von den jungen Menschen aus denken und gestalten, 19. Juni 2018).
  • „Jugendbeteiligung stärken“ (Workshop für Praktiker_innen der Jugendbeteiligung und Akteure aus Verwaltung und Politik, Fokus: Was muss sich ändern?, Herbst 2018)