Beteiligung gesprochen

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Beteiligung gesprochen

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Um Praktiker_innen und weiteren Interessierten Hilfestellungen und Anregungen für die Arbeit im Themenfeld Jugendbeteiligung anzubieten, hat die Werkstatt MitWirkung in den letzten Monaten mehrere Materialien zu Jugendbeteiligung produziert. Diese setzen bewusst auf eine Vielfalt von Formaten und Formen, um die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen auf unterschiedlichen Ebenen und in vielfältigen Kontexten zu unterstützen:

Der Input „Mitwirkung mit Wirkung! Wo – Wie – Warum Jugendbeteiligung?“, der in einfacher Sprache unterschiedliche Aspekte von Jugendbeteiligung beschreibt, wurde von einer professionelle Sprecherin eingesprochen und steht als Audiofile im MP3-Format zur Verfügung. Er kann zum Beispiel als Einstieg in das Thema genutzt werden.

 

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Das Audiofile besteht aus kurzen, thematisch gegliederten Kapitel:

  1. Werkstatt MitWirkung – Worum geht’s hier?
  2. Mitwirkung mit Wirkung – Warum das alles? (ab 1:42)
  3. Mitwirkung – Was bedeutet das?  (3:40)
  4. Mitwirkung mit Wirkung – Wie sieht das aus? (6:11)
  5. Mitwirkung mit Wirkung – von den jungen Menschen aus (10:20)
  6. Mitwirkung mit Herausforderungen (12:40)
  7. Mitwirkung mit Wirkung stärken (15:19)
  8. Werkstatt Mitwirkung (17:41)

Die Kapitel stehen als Einzeldateien zur Verfügung. Gerne könnt ihr euch die Audiofiles auf unserer Website anhören oder für die weitere Nutzung herunterladen. Begleitend dazu sind die entsprechenden Beiträge als Text im PDF-Format verlinkt.

1. Werkstatt MitWirkung – Worum geht’s hier?

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Unsere Gesellschaft muss jugendgerechter werden. Junge Menschen und ihre Meinungen müssen deswegen ernst genommen werden. Junge Menschen wollen Verantwortung übernehmen. Sie wollen mitbestimmen und mitgestalten. Und sie können das.

Wir, der Deutsche Bundesjugendring, wollen, dass junge Menschen Politik mitgestalten können. Wir wollen, dass ihre Mitwirkung Wirkung zeigt. Mit der Werkstatt MitWirkung verstärken wir unsere Arbeit im Themenfeld Jugendbeteiligung.

„Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ nennt das Bundesjugendministerium seine  Jugendstrategie. Die Werkstatt MitWirkung ist Teil dieser Jugendstrategie. Jugendbeteiligung ist ein wichtiger Aspekt dieser Jugendstrategie. Die Werkstatt MitWirkung stärkt die Mitbestimmung junger Menschen an politischen Prozessen.

Die Werkstatt MitWirkung nutzt das Know-how und die Erfahrungen aus den Jugendverbänden und aus dem Bundesjugendring. Denn dort wird Partizipation selbstverständlich gelebt.

Wir setzen Jugendbeteiligung auf Bundesebene um. Wir entwickeln Jugendbeteiligung weiter. Wir stärken den Austausch und die Qualifizierung zu Jugendbeteiligung

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2. Mitwirkung mit Wirkung – Warum das alles?

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Jugendbeteiligung wird selbstverständlicher. Aber warum und wie sie funktioniert ist oft nicht klar. Genau hier setzt die Werkstatt MitWirkung an. Beteiligung ist kein Selbstzweck. Das bedeutet: Sie ist nicht nur gut, weil es sie gibt.

Junge Menschen wollen ernst genommen werden. Sie wollen, dass ihre Vorschläge und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Ihr wirkungsvolles Mitwirken ist ein wichtiger Schritt zu einer jugendgerechten Gesellschaft. Junge Menschen werden aus verschiedenen Gründen beteiligt: Mal sollen sie politische Entscheidungen stärken. Mal sollen junge Stimmen in der Öffentlichkeit gehört werden. Mal ist es ganz selbstverständlich.

Wie stark und wirkungsvoll die Beteiligung ist, hängt davon ab:

  • Wer entscheidet, dass es sie gibt?
  • Warum gibt es sie?
  • Was kann entschieden werden?
  • Auf welche Weise kann entschieden werden?

Beteiligung ist aus vielen Gründen wichtig. Aus einem besonderen Grund ist Beteiligung gesellschaftlich notwendig: Sie schafft Verständnis und Vertrauen. Darum müssen wir Beteiligung in allen Bereichen zulassen:

  • in der Politik,
  • in der Gesellschaft,
  • in der Pädagogik,
  • in der Jugendarbeit,
  • in der Jugendhilfe
  • in Unternehmen.

Beteiligung ist deswegen ein wichtiger Bestandteil der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ des Bundesjugendministeriums.

Beteiligung kann Verständnis und Vertrauen schaffen, wenn alle wissen, welche Ansprüche gute Beteiligung hat. Sie braucht klare Rahmenbedingungen. Es müssen verschiedene Faktoren beachtet werden. Dann, nur dann kann Beteiligung ernsthaft und wirkungsvoll sein.

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3. Mitwirkung – Was bedeutet das?

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Alle reden über Beteiligung. Aber sie reden meist aneinander vorbei. Sie haben nicht das gleiche Verständnis von Beteiligung. Sie haben verschiedene Erwartungen, was Beteiligung tut. Erstmal nicht schlimm. Denn es gibt verschiedene Formen von Beteiligung. Und es gibt verschiedene Situationen, an denen beteiligt wird.

Eins ist immer gleich: Kinder und Jugendliche wollen die Welt und die Gesellschaft mitgestalten. Sie machen sich Gedanken über ihren Sozialraum und ihre Probleme. Sie wollen an der Gestaltung der Räume und an Lösungen der Probleme beteiligt werden.

Jungen Menschen sind sehr unterschiedliche Themen wichtig. Die Jungen Themen sind so vielfältig wie junge Menschen selbst. Es gibt nicht DIE Jugend oder eine gemeinsame Meinung aller jungen Menschen. Es gibt nicht EINEN Weg, um sie zu erreichen. Darum ist Beteiligung eine anspruchsvolle Aufgabe.

Eine Voraussetzung für wirksame Beteiligung ist, Gestaltungsmacht zu teilen. Wie das gehen kann, hängt von der Stärke der Beteiligung ab:

  • Wenn junge Menschen gefragt werden und ihre Meinungen keinerlei Einfluss auf die Entscheidung haben, dann ist es eine sehr schwache Beteiligung – dann ist es nur eine Teilnahme.
  • Teilhabe bedeutet, dabei zu sein. Sie bedeutet über Einzelaktionen an etwas teilzuhaben und informiert zu sein. Das ist zwar schwache Beteiligung. Aber dabei sein und Bescheid wissen ist ein erster Schritt.
  • Besser ist, mitmachen zu dürfen: Mitwirkung räumt das Recht ein, angehört zu werden. Es darf Initiative ergriffen werden. Manchmal kann auch per Delegation von Stimmen mitgestaltet werden.
  • Der Schritt zur Mitbestimmung ist dann nicht weit. Mitbestimmung setzt voraus, auf Entscheidungen starken Einfluss nehmen zu können. Eigentlich geht es sogar darum, wirkungsvoll mitentscheiden zu können.

Gestaltungsmacht teilen ist also Voraussetzung für echte Mitwirkung. Es liegt in der Verantwortung der Erwachsenen, einen Teil der eigenen Macht abzugeben, damit die Beteiligung nicht allein als Deko genutzt wird. Ein gemeinsames Verständnis von Beteiligung ist wichtig, damit alle wissen, was sie erwarten können und was sie dafür tun müssen.

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4. Mitwirkung mit Wirkung – Wie sieht das aus?

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Junge Menschen sind verschieden. Deshalb brauchen sie verschiedene Formate und Ansätze der Partizipation. Offene Angebote in einem Jugendcafé sprechen andere Jugendliche an als eine Podiumsdiskussion. Dauerhaftes Engagement ist ebenso wichtig wie kurze und freie Mitwirkung.

Bei Beteiligungsprozessen muss am Anfang geklärt werden, was geht und was nicht. Dabei dürfen Entscheidungsträger_innen nicht über den Dingen stehen. Sie müssen respektvoll mit jungen Menschen umgehen. Sie müssen über ihren Schatten springen und tatsächlich Entscheidungsmacht an junge Menschen abgeben.

Es gibt verschiedene Formate und Ansätze für Jugendbeteiligung:

  • Feste Strukturen wie Jugendverbände und Jugendinitiativen, befristete Projekte, Aktionen wie Jugendkonferenzen oder an althergebrachten Strukturen angelehnte Jugendforen und Jugendparlamente. Manchmal stecken dabei hinter gleichen Titeln verschiedene Konzepte.
  • Ganz konkret wird Beteiligung in alltäglichen Lebenswelten junger Menschen. Also zum Beispiel in der Schule, im Jugendclub oder im Zeltlager mit dem Jugendverband. Bei Aktivitäten von Jugendverbänden zum Beispiel können Kinder und Jugendliche in der Regel mitentscheiden. Sie organisieren ihre Freizeit selbst. Sie treffen immer wieder Entscheidungen. Sie können mal die falschen treffen. Aber sie werden von allen gemeinsam getragen und alle suchen gemeinsam einen Weg, damit umzugehen. Am Anfang entscheiden Kinder und Jugendliche über die gemeinsamen Regeln. Manchmal bestimmen sie auch über das Budget.

An diesen alltäglichen oder selbstgewählten Orten wirkt Mitbestimmung sehr stark – wenn sie gewollt ist. Hier setzen sich junge Menschen für ihre Interessen ein – auf ihre Weise.

  • Weniger selbstverständlich ist Beteiligung bei konkreten Vorhaben in der Kommune. Hier kann es zum Beispiel um die Stadtplanung oder die finanzielle Förderung der Jugendarbeit gehen. Konkret ist es mal die von der Stadt organisierte Spielplatzplanung, mal der selbstorganisierte Kampf um den Erhalt des Jugendclubs oder das Beteiligungsprojekt vor der Kommunalwahl.

Bei kommunalen Entscheidungen sind die Ansprechpartner_innen und Strukturen direkt vor Ort greifbar. Die Wirkung des eigenen Engagements ist direkt zu spüren.

  • Interessensvertretung ist auch eine Form der Jugendbeteiligung. In Verbänden und Initiativen wählen junge Menschen ihre Vertreter_innen. Diese Vertreter_innen bringen die jungen Interessen in politische Prozesse und Verfahren der Verwaltung ein. Dadurch werden die Interessen junger Menschen zum Beispiel in Jugendhilfeausschüssen, gegenüber Parlamenten, Ministerien und Organisationen vertreten, ohne dass Kinder und Jugendliche immer selbst am Verhandlungstisch sitzen müssen.

Es gibt also verschiedene Orte und Formate für Beteiligung. Generell macht es Sinn, bestehende Strukturen zu nutzen, denn:

  1. Bestehende Strukturen bedeuten weniger zeitlichen Aufwand: Dadurch kann häufiger beteiligt werden und junge Menschen müssen nicht so viel Zeit dafür aufbringen.
  2. Vorhandene Strukturen bedeuten langfristige Beziehungen: Dadurch wird die Ansprache junger Menschen einfacher. Und es können auch Menschen beteiligt werden, die sonst oft nicht erreicht werden.
  3. Vorhandene Strukturen leisten Weiterentwicklung: Dadurch können die nächsten Schritte besser werden.
  4. Vorhandene Strukturen fördern Transparenz und Nachhaltigkeit. Es kann nachgehakt werden. Die Forderungen junger Menschen werden langfristig eingebracht. Rückmeldungen an die Teilnehmenden sind auch nach den konkreten Beteiligungsphasen möglich.

Wenn trotzdem neue Projekte oder Strukturen geschaffen werden, ist es wichtig mit bestehenden Strukturen zusammen zu arbeiten.

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5. Mitwirkung mit Wirkung – von den jungen Menschen aus

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Partizipation fordert in der Regel eine Menge von jungen Menschen. Meist sollen sie

  • zum vorgegebenen Zeitpunkt
  • im festgelegten Format
  • zu einzelnen Themen ihre Meinung sagen.

Im Gegenzug werden ihre Forderungen aber leider viel zu selten ernst genommen oder umgesetzt. Jugendbeteiligung darf keine großzügige Geste sein! Jugendbeteiligung ist im Sinne Aller wichtig und notwendig für eine jugendgerechte, zukunftsfähige Gesellschaft. Erwachsenen Akteure müssen sich deswegen ihrer Rolle und Verantwortung bewusstwerden. Sie müssen verstehen: Jugendbeteiligung bedeutet, dass SIE etwas tun und sich bewegen müssen.

  • Sensibilisierung,
  • Qualifizierung und
  • Verbindliche Absprachen im Vorfeld der Beteiligung sind für alle Beteiligten wichtig.

Letztlich werden mit einzelnen Formaten immer nur bestimmte junge Menschen erreicht. Vielfältige Zielgruppen brauchen vielfältige Formate. Und selbst wenn das alles geleistet wird, geht Beteiligung in der Regel von ERWACHSENEN Akteure aus. Meistens wird leider an EINER Frage und zu EINEM Zeitpunkt beteiligt, die für die Politik und Verwaltung gerade wichtig erscheint. Jugend kann darauf reagieren oder versäumt die Beteiligung. Das muss sich ändern. Darum wird im Rahmen der Werkstatt MitWirkung über weitere Konzepte zur Jugendbeteiligung nachgedacht.

  • Zeiträume,
  • Ansprache,
  • Orte und
  • Formate sind ein Faktor, warum nur bestimmte junge Menschen erreicht werden.

Ein anderer ist, dass viele jungen Menschen sich nicht auf Kommando beteiligen. Lieber äußern sie sich, wenn sie es wollen und nutzen dazu ihre favorisierten Kanäle. „Zuhören statt Fragen“ ist also die Aufgabe. Denn junge Menschen haben nicht erst eine Meinung, wenn sie gefragt werden.

Wie können wir besser zuhören? Bei der Suche nach guten Konzepten für wirksame Beteiligung tauchen viele Fragen auf. In der Werkstatt MitWirkung rauchen die Köpfe. Alle sind eingeladen mitzudenken!

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6. Mitwirkung mit Herausforderungen

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Junge Menschen lernen durch Jugendbeteiligung den Umgang mit einem demokratischen System. Jugendbeteiligung kann also auch Demokratiebildung sein. Politische Bildung und die Erfahrung der Selbstwirksamkeit sind wichtige Ergebnisse von Jugendbeteiligung. Aber nur, wenn es um konkrete Teilhabe und wirkungsvolle Beteiligung geht, kann Beteiligung motivieren und positive Erfahrungen schaffen.

Jugendbeteiligung wird oft an althergebrachte Prozesse angedockt. Das bedeutet Politik und Verwaltung machen alles wie sonst und zusätzlich sind halt noch junge Menschen dabei. Deswegen sind die Themen meist schon gesetzt. Deswegen werden die Abläufe und Zeitpläne nur leicht angepasst – wenn überhaupt. Deswegen wird eine gleichberechtigte Mitwirkung nur schwerlich umgesetzt.

Jugendbeteiligung muss mehr sein, als junge Menschen bei althergebrachten Prozessen mitreden oder ihre Meinung sagen zu lassen!

Es reicht nicht, junge Menschen mal eben zu fragen, welche Spielgeräte der neue Spielplatz bekommen soll. Sie müssen vorher gefragt werden, was sie sich am meisten in ihrer Gegend wünschen. Sie brauchen Zeit für die Beteiligung. Und wenn sie gefragt werden, müssen die Entscheidungsspielräume offen für ganz andere Ideen sein.

Die größten Herausforderungen an gute Beteiligung sind die Entscheidungskompetenzen:

  • Gut wäre, die Themen gemeinsam fest zu legen.
  • Gut wäre, zeitnah Zwischenergebnisse zu haben und Konsequenzen sichtbar zu machen.
  • Gut wäre, vielfältige Zugänge und Formate zu nutzen, Damit verschiedene Gruppen erreicht werden und die Vielfalt jugendlicher Ausdrucksformen zum Tragen kommt.
  • Gut wäre, Rahmenbedingungen und Strukturen für Beteiligung langfristig und umfassend zu finanzieren und zu etablieren.
  • Gut wäre, Macht und Verantwortung zu teilen.

Jugendbeteiligung ist kein Selbstläufer. Sie braucht einen klaren Rahmen und alle notwendigen Ressourcen. Es muss klar sein, was das Ziel ist und was die Verantwortung ist. Konzepte für wirkungsvolle Jugendbeteiligung sollten verstetigt und verbreitet werden. Es braucht Hilfe und Qualifizierungen für alle Beteiligten. Es ist sinnvoll, Jugendbeteiligung weiter zu entwickeln und zu stärken, um die Gesellschaft jugendgerechter zu machen.

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7. Mitwirkung mit Wirkung stärken

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Damit Mitwirkung ihre Wirkung entfaltet, müssen Kriterien erfüllt werden. Auf die Checkliste für starke Partizipation gehört:

  • Machtübergabe – Es gibt tatsächlich was zu entscheiden.
  • Beteiligung ist für alle –  junge Menschen können sich direkt oder indirekt beteiligen. Ihnen werden unterschiedliche Beteiligungsformate angeboten. Die Vielfalt der Lebenswelten wird berücksichtigt.
  • Es herrscht Transparenz – Abläufe, Entscheidungen, Ziele, und Ergebnisse sind transparent. Die Mitbestimmungsrechte junger Menschen werden eingehalten und sie erhalten Zugang zu allen nötigen Informationen.
  • Es gibt Klarheit über Entscheidungsspielräume.
  • Kinder und Jugendlichen werden über ihre Mitbestimmungsrechte aufgeklärt – die Informationen sind verständlich und die Kommunikation ist gleichberechtigt.
  • Alle Beteiligten sind von Anfang an beteiligt – Kinder und Jugendliche wählen für sie relevante Themen aus.
  • Die Methoden sind attraktiv und zielgruppengerecht: Beteiligung darf niemanden ausgrenzen und darf auch Spaß machen
  • Partizipation ist nicht umsonst zu haben. Von vornherein sind Budgets so zu gestalten, dass den vielfältigen Ansprüchen an Beteiligung Rechnung getragen wird. Darüber hinaus sind die Ressourcen, die personelle Begleitung und Qualifizierung darauf ausgerichtet, die Selbstorganisation junger Menschen zu fördern.
  • Es wird ein angemessener Zeitraum für den Beteiligungsprozess gewährleistet.
  • Die Ergebnisse werden zeitnah umgesetzt. Sie werden auch für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar und erkennbar.
  • Die Beteiligten werden für Partizipation qualifiziert. Erwachsene und jugendliche Beteiligte werden unterstützt, sich mit ihrer Rolle in der Partizipation auseinanderzusetzen
  • Das Engagement wird durch Anerkennung gestärkt.
  • Partizipation wird evaluiert und dokumentiert.
  • Beteiligung muss Spaß machen!
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8. Werkstatt Mitwirkung

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Es ist gut, wenn junge Menschen an Politik beteiligt werden. Aber Jugendbeteiligung ist nicht gut, NUR weil es sie gibt. Die Werkstatt MitWirkung des Deutschen Bundesjugendrings stärkt die Beteiligung junger Menschen an politischen Prozessen. Das machen wir auf drei Wegen:

  • Wir setzen Jugendbeteiligung auf Bundesebene um.
  • Wir entwickeln Jugendbeteiligung weiter.
  • Wir stärken den Austausch und die Qualifizierung zu Jugendbeteiligung.

Was bedeutet das?

Wir machen Jugendbeteiligung wirksam

Die Werkstatt MitWirkung organisiert wirkungsvolle und nachhaltige Jugendbeteiligung zu aktuellen jugendpolitischen Prozessen auf Bundesebene und mit europäischer Reichweite.

Wir setzen damit die Arbeit der letzten Jahre fort. Die Ergebnisse der beiden Beteiligungsprojekte „Ichmache>Politik“ und „Strukturierter Dialog“, die wir in den letzten Jahren durchgeführt haben, bearbeiten wir weiter.  Wir setzen weiterhin auf die Auseinandersetzung vor Ort und in der Gruppe. Und wir sammeln weiterhin alle Beiträge und deren Wirkung online. Unter mitwirkung.dbjr.de/mitmachen kann man sich über aktuelle und bisherigen Beteiligungen informieren. Wenn eine Beitragsphase läuft können hier auch eure Meinungen eingetragen werden.

Wir entwickeln Jugendbeteiligung weiter

Wir laden zu unseren DiskursWerkstätten ein. Ziel ist es, neue Impulse für vielfältige Formen der Mitwirkung zu setzen. Damit wollen wir das Verständnis und die Praxis von Jugendbeteiligung fördern. Wir aktualisieren dafür auch die Qualitätsstandards für Jugendbeteiligung und denken über neue Ansätze und Konzepte nach. Konkret wollen wir wissen, wie das mit dem Zuhören besser funktionieren kann. Denn junge Menschen sagen ihre Meinung nicht erst, wenn sie dazu aufgefordert werden.

Wir teilen unser Wissen und geben Tipps

Wir ermutigen und befähigen junge Menschen für Beteiligung. Sie engagieren sich zum Beispiel in dem Team junger Multiplikator_innen – im juMp-Team. Das Team geht in Jugendgruppen, Jugendverbände, Jugendclubs, Schulen und Unis. Dort wird dann diskutiert und es werden Ideen entwickelt und Forderungen formuliert. Diese Forderungen fließen in aktuelle Beteiligungsprozesse ein.

Wir ermutigen und befähigen aber auch politische Entscheidungsträger_innen. Auch sie müssen Jugendbeteiligung lernen. Dazu entwickeln wir konkrete Qualifizierungsangebote, die sich an Verwaltung und Politik richten.

Die Werkstatt MitWirkung will den Austausch und die Qualifizierung im Themenfeld Jugendbeteiligung stärken. Wir stellen Informationen sowie Expertise rund um das Thema zur Verfügung. Und wir kommen auch zu Veranstaltungen oder Workshops um dort unsere Ansätze vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.

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